Rallye Grünhain setzt auf Premieren - und auf Bewährtes

Die wilde Hatz ist längst legendär. Und auch für die 13. Auflage, die morgen wieder tausende Fans in die Region lockt, hat sich der gastgebende Club aus der Klosterstadt voll ins Zeug gelegt.

Lauter-Lauter-Bernsbach/Grünhain.

Was das Ausrichten einer Rallye angeht, sind die Mitglieder des MC Grünhain geübt. Das 13. Mal sausen morgen erneut mehr als 100 Starter aus ganz Deutschland jeweils zweimal über drei anspruchsvolle Prüfungen in der Region. Und trotzdem: Diesmal war auch für die Veranstalter schon im Vorfeld vieles neu.

"Wir haben eine Menge Neuheiten zu bieten", sagt Jens Ullmann als Vorsitzender des MCG. Da wäre zuallererst das Rallyezentrum, das sich erstmals nicht an der "VEM" in Grünhain, sondern am Kulturhaus in Lauter befindet. "Da sitzt unser Caterer. Zudem kriegen wir alles mietfrei." Auch sonst passe es. Direkt nebenan gibt es Platz für Wohnmobile, Zeltlager und Parc fermé. Die technische Abnahme, bei der jedermann bereits einen Blick auf Autos und Teams werfen kann, steigt heute ab 17 Uhr am Depot der Lauterer Feuerwehr. Eintritt frei - das gilt für die ganze Rallye inklusive Raceparty, die morgen im Kulturhaus nach der Siegerehrung - Beginn ist 21.30 Uhr - ihren Lauf nimmt. Doch soweit ist es noch nicht. Zunächst einmal gibt es morgen, 13.01 Uhr am Kulturhaus in Lauter den Ehrenstart für die 13. Rallye Grünhain.

Danach folgt die Prüfung 1/4 von Neundorf nach Schönfeld (6,4 Kilometer) auf Annaberger Flur, ehe gegen 14.40 Uhr die ersten Starter zur WP 2/5 in Raschau eintreffen. Vom Markt geht's über den Mühlberg nach Langenberg und Waschleithe. "Ähnlich fuhren wir die Etappe vor zwei Jahren", so Ullmann. Ganz neu ist der Rundkurs (WP 3/6) in Lauter ab 15.08 Uhr mit zwei Umläufen, der unweit des Rallyezentrums beginnt und durch den Burkhardtswald führt. Das Showprogramm, bei dem unter anderem der Lauterer Edgar Weiß als DDR-Rallyemeister von 1976 einige Kilometer in einem kultigen Lada "schrubbt", geht 14 Uhr los. Moderatoren sind Szene-Kenner Alfred Gorny und Steffen Lobstein vom MCG. Ullmann: "Wir sind gespannt, wie das alles ankommt."

Er rät allen Fans zu Geduld. Denn dem Teilnehmerfeld der 35er-Hatz schließt sich die Premiere der Histo-Rallye Grünhain an, bei der es um Gleichmäßigkeit geht. "Damit wollen wir Lada, Trabant und Wartburg auf den Strecken halten - auch mit Blick auf die Klasse H 11, die es ab 2017 ja vielleicht nicht mehr gibt."

25 Clubteams rollen an den Start der 13. Rallye Grünhain. Zudem hat der Verein 200 Helfer mobilisiert, die hinter den Kulissen sowie an der Strecke einen reibungslosen Ablauf garantieren. "Darunter Feuerwehren und befreundete Vereine, wofür wir sehr dankbar sind", so Ullmann.

Auch Ronny Fischer fiebert der Hatz entgegen. Der Rollstuhlfahrer aus Ehrenzipfel ist großer Motorsportfan - und vom Engagement des MCG für Menschen mit Handicap beeindruckt. "Es gibt wieder barrierefreie Zuschauerpunkte für Leute mit Behinderung", sagt er. Etwa vor der Grundschule in Raschau. Das sei ein toller Service. Mit Andy Fritzsch kümmert sich Fischer um Fans, die nicht uneingeschränkt mobil sind. "Wir tragen Westen mit Rolli-Symbol, verteilen Programmhefte und helfen gern." www.mc-grünhain.de

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