Sieg im Bezirksderby bringt die Tabellenführung

Handball, Sachsenliga: Damen des HSV 1956 Marienberg trotzen beim SV Plauen-Oberlosa ihren Personalsorgen

Plauen.

Einen unerwartet souveränen 28:16-Auswärtssieg haben die Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg im Bezirksderby der Sachsenliga beim SV 04 Plauen-Oberlosa gefeiert. "Ich hatte einige Bedenken, ob wir nach der langen Spielpause wieder an die guten vorherigen Leistungen anknüpfen können. Wir hatten zwar gut trainiert, aber die Spielpraxis fehlte", sagt Trainerin Lucie Hribova, deren im Vorfeld gehegte Sorgen aber unbegründet waren: "Die Mädels haben wieder sehr ordentlich gekämpft."

Speziell die ersten 30 Minuten stellten die Trainerin zufrieden: "Die waren wirklich klasse." Dass die Gäste mit einer 17:5-Führung in die Kabine gingen, lag auch an ihrer starken Torhüterin Nadine Werner. "Sie bot wieder eine sehr gute Leistung und gab unserer Abwehr großen Rückhalt", lobt Hribova, die aber generell mit der gesamten Mannschaft zufrieden war.

In der zweiten Halbzeit verwaltete die HSV-Sieben ihren Vorsprung zunächst clever, baute ihn später sogar aus. Spätestens, als in der 48. Minute das 24:10 für Marienberg fiel, waren die Messen gelesen. Dabei waren die Bergstädterinnen ohne Anne-Katrin Weingardt, Frenzi Heft und Emily Mehlhorn angetreten. Verschärft wurden die Personalsorgen durch eine Verletzung von Spieldirigentin Kristin Tippmann-Wendrock während der Partie. "Dadurch haben aber auch alle Auswechselspielerinnen längere Einsatzzeiten bekommen", ergänzt Hribova: "Sie haben die Chance genutzt und sich gut eingebracht."

Nach Einschätzung der Trainerin hätte der HSV sogar noch höher gewinnen können. "Aber durch den sicheren Vorsprung fehlte am Ende etwas die Konzentration beim Abschluss." Zwar wirkte sich der Spielverlauf negativ auf die Aufmerksamkeit in der Offensive aus. "Wir haben aber auch wieder einiges im Abwehrverhalten probieren können", betont Hribova, die "mit dem Ergebnis, der Einstellung und den Einsatzzeiten sehr zufrieden" war.

Mit dem Sieg kletterte der HSV sogar auf Platz 1. Nötig war dafür aber auch Schützenhilfe. Weil der bisherige Spitzenreiter HV Chemnitz II überraschend in Schneeberg verlor und der HC Leipzig II ein Spiel weniger hat, reichen derzeit 10:2 Punkte für die Spitze. (kgf)

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