Tanz auf der Rasierklinge

In der Fußball-Landesklasse kommt es am Sonntag zum Abstiegsgipfel zwischen Gelenau und Thalheim. Dem Verlierer drohen unruhige Weihnachten.

Thalheim.

Anschluss halten, irgendwie. Für die Landesklasse-Fußballer des SV Tanne Thalheim geht es morgen um ziemlich viel. Am letzten Spieltag der Hinrunde - gleichzeitig auch der letzte in diesem Jahr- müssen die Zwönitztaler ausgerechnet beim BSV Gelenau antreten. Das Duell zwischen dem Tabellen-14. und dem 15. - das ist für beide Mannschaften der vorläufige Kulminationspunkt einer bislang missratenen Saison.

Thalheim-Coach René Wendler weiß, dass sein Team bei einer Niederlage im ungünstigsten Fall schon das Fernglas auspacken muss, um das rettende Ufer noch wahrzunehmen. "Deshalb müssen wir den Bock jetzt endlich umstoßen", so der 46-Jährige, der aber mit einem guten Gefühl nach Gelenau reist. "Auswärts sind wir in letzter Zeit deutlich besser und auch erfolgreicher aufgetreten als zuhause", sagt Wendler, der ein kampfbetontes spiel mit schwierigen Platzverhältnissen erwartet. "Gelenau spielt auf einem alten Kunstrasen mit sehr viel Granulat." Personell haben die Thalheimer, die in der vergangenen Saison ein 1:1 aus Gelenau mitbrachten (zuhause aber 2:3 verloren) keine Probleme. Einzig Verteidiger Daniel Wetzel, der zuletzt wegen einer Fußverletzung pausieren musste, ist fraglich. "Sein Einsatz entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel". Allerdings brenne gerade dieser Spieler auf einen Einsatz - schließlich ist er der einzige im Thalheimer Kader mit einer Gelenauer Vergangenheit.

Bei den Gastgebern, die noch zwei Plätze hinter Tanne in der Tabelle liegen und deshalb fast noch mehr unter Druck stehen, ist die Stimmung auch nicht gerade berauschend. Thomas Kersten, dem Trainer der Gastgeber, fällt es jedenfalls schwer, Zuversicht zu verbreiten - erst recht wegen der offenbar angespannten Personallage. "Also wenn keiner mehr wegfällt, habe ich genau zehn Feldspieler zur Verfügung", begründet er. Zwar kommen Christopher Kopitzke und und Patrick Kolditz zurück, doch Max Loos, Michael Apfelstädt und Toni Barth fallen aus. "Ich hatte schon vergangene Woche nur einen Wechsler, nun das, zumal derzeit noch drei, vier Jungs krank sind", so Kersten.

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