Trikotauktion nimmt neuen Anlauf

Originale Dresse der Auer Zweitliga-Fußballer kommen ab Sonntag unter den Hammer. Die Online-Versteigerung dient guten Zwecken.

Aue.

Per Klick kommen ab diesem Sonntag begehrte Veilchen-Trikots unter den Hammer. Pünktlich zum tollen Saisonabschluss mit Platz 7 in der 2. Fußball-Bundesliga wechseln Original-Dresse der Fußballer des FC Erzgebirge für einen guten Zweck die Besitzer. Geplant war die Versteigerung Mitte März in der Bowlingstreet in Aues Neustadt. Doch Corona machte alles zunichte. "Jetzt holen wir es nach", sagt André Otto, Chef des beliebten Burger-Tempels.

Und so einfach funktioniert das Ganze: Ab 28. Juni stehen viermal in Folge jeweils von Sonntag, 20 Uhr, bis zum darauffolgenden Sonntag, 18 Uhr, sechs Trikots zur Versteigerung im Internet. "Von allen Spielern ist eines dabei. Wann welches dran ist, bleibt aber eine Überraschung", sagt Otto. Das Startgebot beträgt jeweils 90 Euro. "Wer am Ende Meistbietender ist, erhält eine Nachricht und wir wickeln Bezahlung und Lieferung ab." An der eigens für diese Aktion programmierten Plattform wird bis zum Start der Auktion noch gebastelt. "Dadurch sparen wir Kosten und können den Erlös komplett an die guten Zwecke weitergeben." Profitieren sollen von den Einnahmen der Verein "Sternenkinder" für Eltern, die eine Fehlgeburt verschmerzen müssen, sowie die Aktion Kinderherzen Erzgebirge und der ambulante Kinderhospizdienst Bad Schlema unter dem Dach des Vereins für Eltern krebskranker Kinder Chemnitz.

Die signierten Trikots, um die sich Fans sicher reißen werden, haben Seltenheitswert. Getragen wurden sie Ende Oktober 2019 in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim zweimaligen Pokalsieger Fortuna Düsseldorf. Den Erstligisten ärgerten die Erzgebirger mächtig. Zudem trat die Nickelhütte Aue GmbH bei diesem Duell einmalig als Trikotsponsor der Veilchen auf. Das Vertrauen in den Kumpelverein zahlte sich aus, denn Florian Krüger gelang in der 12. Minute das 1:0 für den FCE - zum Entsetzen des Bundesligisten, der Mühe hatte, die Partie noch zu drehen. Per Foulelfmeter (45.) und dem Tor von Kasim Adams (75.) ging am Ende doch der Favorit als Sieger vom Platz. Aber teuer verkauft haben sich die Veilchen bei Fortuna allemal, wobei ihnen selbst nur ein bisschen Glück fehlte. Denn kämpferisch waren die Auer voll auf der Höhe: Von einem "schmeichelhaften Remis" schrieb die Presse zur Halbzeit. So haderte am Ende vor allem FCE-Torschütze Florian Krüger mit dem 1:2. "Aber wir haben uns mehr als teuer verkauft und darauf können wir stolz sein", wurde er in der Sportschau zitiert.

Mit dem Verlauf des Pokalspiels im Hinterkopf dürfte sein Trikot eines der begehrtesten bei der Online-Versteigerung sein. "Wir sind gespannt, wie viel den Fans die Dresse wert sind - und hoffen auf eine große Resonanz", so Otto.

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