Trio kehrt ohne Medaille ins Erzgebirge zurück

Leichtathletik: Ohne Leistungsträger geht LV in Braunschweig leer aus

Gelenau.

Mit Christina Schwanitz und Katharina Maisch haben dem LV 90 Erzgebirge zwei Aushängeschilder zur Deutschen Meisterschaft der Leichtathleten gefehlt, sodass die Medaillenaussichten ohnehin geschrumpft waren, doch mit den Resultaten seines Trios in Braunschweig zeigte sich Stützpunktleiter Sven Lang teilweise unzufrieden. Edelmetall brachte niemand mit nach Hause.

"Zumindest Sarah Schmidt hätte die Abwesenheit von zwei starken Konkurrentinnen nutzen und zumindest Bronze gewinnen müssen", nahm Lang kein Blatt vor den Mund. Doch die 23-Jährige konnte ihre Leistung von vor einer Woche in Schönebeck nicht bestätigen und landete im Kugelstoßen mit mageren 16,27 Metern auf Rang 4. Nach der Umstellung von der Angleit- auf die Drehstoßtechnik, die seit vergangenem Herbst trainiert wird, ist die LV-Athletin noch nicht weit genug, um an ihre Bestleistung von 17,43 Metern heranzukommen. "Ich bleibe aber dabei, Bronze war in Braunschweig ohne Wenn und Aber drin", untermauert Lang seine Meinung. Nur 35 Zentimeter fehlten seiner Stoßerin zu Rang 3.

Mit der Leistung von Cedric Trinemeier, der mit 18,75 Metern auf Rang 6 einkam, gab sich der Trainer schon eher zufrieden. Auch er stellt die Technik um, ihm fehlten 40 Zentimeter zu Bronze. "Allerdings hat Cedric mit der Drehstoßtechnik eine persönliche Bestleistung erzielt, sich also ordentlich verkauft", so Lang, der zugleich als Bundestrainer auf die Kugelstoßer schaut. Und da hat er ein recht niedriges Niveau konstatieren müssen. "Im weiblichen und im männlichen Bereich sind die Weiten sehr überschaubar gewesen", so der 58-Jährige. Selbst Ex-Weltmeister David Storl, dessen Rekord bei 22,20 Metern liegt, hatte als Sieger Mühe, im Eintrachtstadion zu Braunschweig die 20-Meter-Marke zu übertreffen. Erst im letzten Versuch gelang ihm das.

Wenig zu kritisieren hatte Lang hingegen an Korbinian Häßler. Er war mit Abstand der Jüngste im Feld der Diskuswerfer, schlug sich aber mit glatt 58 Metern und Platz 5 unter den Männern achtbar. "Nach seinem guten ersten Versuch wollte er dann zu viel, setzte zu sehr auf Kraft. Doch das funktioniert mit dem Diskus nicht, da zählt Lockerheit mehr als Gewalt", analysierte Lang, nachdem der 19-Jährige vier Fehlversuche hatte folgen lassen.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.