Aufnahmestopp für Hortkinder in der Kita Bergen

Die kommunale Einrichtung Am Ententeich platzt aus allen Nähten. Zugunsten fünf neuer Kindergartenplätze haben Eltern von Schulkindern nun das Nachsehen.

Bergen.

In der Bergener Kita Am Ententeich wird es eng. Die Kapazität liegt bei insgesamt 60 Krippen- und Kindergartenkindern. Jetzt ist sie erreicht. Jedoch liegen der Einrichtung bereits etliche Anfragen für nächstes Jahr vor. Zur Gemeinderatssitzung beschrieben Elternvertreter die aktuelle Lage als unhaltbar und forderten das Gremium mit Nachdruck auf, aktiv zu werden.

Nach der Beratung im nichtöffentlichen Teil der Sitzung gab Bürgermeister Volkmar Trapp (parteilos) gestern Nachmittag eine Erklärung heraus. "Wir haben die Kuh vom Eis", fasste er deren Inhalt zusammen. Für das kommende Jahr sind demzufolge zwei Änderungen vorgesehen. Zum einen sollen 65 Kinder die Kita besuchen können und zum anderen keine neuen Hortverträge abgeschlossen werden. Dafür will die Gemeinde eine Genehmigung beim Jugendamt einholen. "Dann werden wir weitersehen", so Trapp. Der Hort wird von 24 Kindern besucht.

"Momentan ist insgesamt nur ein Platz frei", so Michelle Oelßner, Vorsitzende des Kita-Elternbeirates zur Sitzung. Allerdings werde dieser Platz bis Jahresende besetzt sein. Nach jetzigem Stand müssen 2017 zwölf Kinder aufgenommen werden. So viele Anfragen gibt es bis dato - und keine Abgänge. Bleiben unterm Strich trotzdem sechs Anfragen, für die es keinen Platz gibt.

"Wie geht es weiter?" wollte Michelle Oelßner von Bürgermeister Volkmar deshalb wissen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Beirat wegen Kapazitätssorgen an ihn wandte und die Problematik im Rat themaitisert haben wollte. Die Sache brenne "schon länger unter den Nägeln", bestätigte Trapp vor der nichtöffentlichen Zusammenkunft. 2017 müsse man "Farbe bekennen". Eine Beratung und Information der Eltern hätte viel früher stattfinden müssen, fanden nicht nur Beiratsvertreter. Auch im Gemeinderat wurde Kritik laut. Einige fragten, warum erst Ende November 2016 damit begonnen werde, zu beraten und nach einer Lösung zu suchen. Zumal die Entwicklung anhand der Zahlen seit gut einem Jahr bekannt ist.

Vor Absprachen mit dem Rat sei die Sache nicht spruchreif gewesen, sagte Volkmar Trapp zur Sitzung. Demzufolge habe noch keine Elternversammlung stattgefunden. Das soll in Kürze nachgeholt werden. Der Elternbeirat konnte sich einen Container als vorübergehendes Provisorium vorstellen.

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