EU-Geld für Rodewischer Projekte

Brückenabriss und Sportplatz-Bau werden mit Fördermitteln finanziert. Sachsens Innenminister übergab die Bescheide.

Rodewisch.

Die Rissbrücke ist längst verschwunden, und der Bau des Kunstrasenplatzes auf der anderen Seite der Rodewischer Insel voll im Gang. Seit gestern hat die Kommune auch offiziell die Bescheide über die Fördermittel für beide Projekte bekommen: Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) übergab sie im Vereinsheim der Rodewischer Fußballer an Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU). Der Brückenabriss hat 230.000 Euro gekostet, für den Sportplatzbau sind Gesamtkosten von 796.000 Euro veranschlagt. Die Förderung beträgt jeweils 80 Prozent, sie kommt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre).

Die Bürgermeisterin wies darauf hin, dass sich mit der alten, steinernen Rissbrücke für viele Rodewischer Erinnerungen verbinden, "vielleicht an die erste Zigarette oder den ersten Kuss" - der Abriss sei deshalb für viele eine sehr emotionale Angelegenheit gewesen. Gegenwärtig wird die Ausschreibung für den Bau der neuen Stahlbrücke vorbereitet, für Oktober ist die Auftragsvergabe geplant. Voraussichtlich Mitte November könne dann der Bau beginnen, so die zuständigen Planer Eckhard Bothe und Steffen Braun vom Büro Jäger und Bothe. Da die Stahlkonstruktion ohnehin in einer Halle entstehe, sei die Ausführung im Winter kein Problem. Die neue Brücke wird 42 Meter lang und 3,50 Meter breit, "damit der Multicar des Bauhofs drüber passt". Ansonsten ist sie nur für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen. Das gute Stück soll im Frühjahr 2019 in drei Teilen mit einem Gewicht von jeweils 16 Tonnen in den Park gebracht und dort zusammengeschweißt werden.

Bereits für Ende September ist die Fertigstellung des Kunstrasenplatzes (hinter dem Rasenplatz der Rodewischer Fußballer) vorgesehen. Mit ihm werde ein lang gehegter Wunsch Wirklichkeit, sagt Felix Spitzner, Vize-Chef des 1. FC Rodewisch. Der Verein soll zwar für den Platz zuständig sein, dieser soll nach Anmeldung aber auch anderen Interessenten offen stehen - das war Bedingung für die Fördermittelzusage. So könnten hier etwa die jungen Leute vom Regenbogenhaus kicken.

Der Kunstrasenplatz ersetzt einen Hartplatz, auf dem wegen defekter Drainage das Wasser oft mehrere Zentimeter hoch gestanden habe, wie Spitzner berichtet: "Eigentlich war der Platz längst nicht mehr bespielbar." Trotzdem habe man ihn vor allem im Winter noch genutzt. Der neue Platz hat nun auch sechs Flutlichtmasten - vorher gab es eine Beleuchtung Marke Eigenbau - sowie einen Ballfangzaun.

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