Falkenstein vor hundert Jahren

Gruss aus Falkenstein heißt ein Postkartenbuch mit historischen Ansichten, das jetzt erschienen ist. Es bietet Einblick in die Blütezeit der Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Falkenstein.

Um 1890 zählte Falkenstein rund 7000 Einwohner. 20 Jahre später hatte sich deren Zahl mit knapp 16.000 mehr als verdoppelt. Industrialisierung und ´Gründerzeit - sie verhalfen auch Falkenstein zum Aufschwung. Auf 111 historischen Karten bietet das jetzt im Verlag Briese erschienene Büchlein Einblicke in die Kleinstadt von 1897 bis 1919.

Zwar musste Falkenstein, das nach dem Stadtbrand von 1859 in Schutt und Asche lag, neu aufgebaut werden, doch dank des daraus resultierenden modernen städtebaulichen Entwurfs und der Eisenbahn entwickelte sich der Ort rasant zur Textilarbeiterstadt. 1875 beispielsweise wurde die Zuganbindung über Lengenfeld nach Zwickau eingeweiht. "Durch das engmaschige Eisenbahnnetz, das schnelle Erreichen der großen Städte im Vogtland, im Erzgebirge und in Sachsen entwickelte sich Falkenstein zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt in der Region", heißt es in der Publikation.

Die Erläuterungen - sie stammen von Günter Pfau, 81, ehemals Museumsleiter in Falkenstein. Neben ihm steuerte der Rodewischer Anwalt Wolfgang Schwarzer die historischen Postkarten bei. Hartmut Briese gestaltete das Büchlein, legte es mit 1000 Stück auf.

Pfau spricht von einem "Querschnitt durch die Gründerzeit" und berichtet, dass man damals von Falkenstein aus überall hingekommen sei. Eine Ansicht zeigt die 1912 eingeweihte, prächtige Empfangshalle des Falkensteiner Bahnhofs, die diese Bedeutung erahnen lässt.

"Gruss aus Falkenstein" ist bei Ines Nestmann Lottoladen in der Schloßstraße 11 in Falkenstein für 12,50 Euro erhältlich.

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