Nächste Woche verstärkte Masken-Kontrollen

Ob in Geschäften oder in der Fußgängerzone: Ordnungsamt und Polizei schauen in Sachen Mund-Nase-Schutz genau hin.

Auerbach.

"Wir bleiben dran", versichert Anja Löffler-Seifert, Chefin des Auerbacher Ordnungsamtes, in Bezug auf die Durchsetzung der Coronaschutzverordnung. Ihre Mitarbeiter überprüfen schon jetzt regelmäßig, ob die Maskenpflicht in den Läden und neuerdings auch in der Auerbacher Fußgängerzone eingehalten wird. Im großen Ganzen sei dies der Fall, oder die angesprochenen Bürger zeigten sich einsichtig. Es gebe allerdings auch hartnäckige Verweigerer und in mehreren Geschäften der Innenstadt immer wieder Verstöße. Das Auerbacher Ordnungsamt ahndet diese bisher nicht selbst, sondern leitet die Daten an das Landratsamt weiter. Löffler-Seifert beziffert die entsprechenden Meldungen auf maximal 30: "Was anschließend daraus wird, erfahren wir oft nicht." Nächste Wochen sollen Gemeindevollzugsbedienstete gemeinsam mit der Polizei verstärkt in der Auerbacher Innenstadt kontrollieren.

Laut Verordnung werden bei Verstößen gegen die Maskenpflicht 60 Euro fällig. Für Geschäftsleute kann es wesentlich teurer werden, wie der Fall von Tarifcheck-Inhaber Jens Hertwig aus der Nicolaistraße beweist: Er bestätigte, dass das Landratsamt gegen ihn ein Bußgeld von 1000 Euro verhängt hat - im Vogtlandkreis bisher eine Rekordsumme. Hertwig hatte seine Kunden monatelang per Aushang dazu aufgefordert, seine Räumlichkeiten nur ohne Maske zu betreten. Er fühlt sich im Recht, weil er ein Versicherungsbüro betreibe und kein Einzelhandelsgeschäft.

Die Ordnungsamtsleiterin verweist jedoch darauf, dass die Maskenpflicht für Versicherungen und Banken genauso gelte wie für Läden. Falsch sei auch die Darstellung von Reinhard Kahle, Chef des Auerbacher Marketing-Vereins Wia: Er hatte Hertwig in Schutz genommen und behauptet, wegen der Acrylglasscheiben in dessen Geschäft sei dort "das zwingende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes entbehrlich". Stimmt nicht, sagt die Ordnungsamtschefin: "Selbstverständlich müssen die Kunden trotz dieser Scheiben im Geschäft immer Mund-Nase-Schutz tragen." Dies sei unter bestimmten Umständen für Inhaber beziehungsweise Mitarbeiter nicht unbedingt erforderlich, solange sie sich hinter den Scheiben aufhalten. "Dabei kommt es jedoch zum Beispiel darauf an, wie groß die Scheiben sind."

Kontrollen soll es nächste Woche in der Fußgängerzone genauso geben wie in Geschäften sowie an Haltestellen von Bus und Bahn. Außen vor sind bisher die Busse selbst: "Das müssen wir noch absprechen, möglich wäre auch das."

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