Projekt gegen Korruption

Viele Kommunen halten Preise für Aufträge geheim

Karlsbad/Karlovy Vary.

Die bekannteste Antikorruptions-Organisationen in der Tschechischen Republik, die State Guard, startet ein Pilotprojekt, in das die an Sachsen grenzende Landkreise Karlsbad/Karlovy Vary und Aussig/Ustí nad Labem einbezogen sind, so die Tageszeitung "Karlovarsky deník". Untersucht werden vor allem die Arbeit der Stadt- und Gemeindeverwaltungen, zitiert die Zeitung Michal Bláha, den Direktor der Einrichtung. In beiden Regionen wird die State Guard mit lokalen Antikorruptionsverbänden zusammenarbeiten. Im Karlsbader Kreis ist das der gemeinnützige Verein "Pro Tebe Live".

Das Problem im Karlsbader Kreis sei, dass viele Kommunen bei Vertragsabschlüssen über Aufträge die Preise geheim halten. Das sei laut Bláha vor allem in Eger/Cheb, Falkenau/Sokolov und Graslitz/ Kraslice aufgefallen. "Dem Karlsbader Kreis geht es auf dem ersten Blick gut. Es gibt einen großen Wettbewerb zwischen Lieferanten aus allen Bereichen. Das Ergebnis muss in einem breiteren Kontext und mit guter Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten interpretiert werden. Die Tatsache, dass die Anforderungen einzelner Verträge erfüllt sind, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie tatsächlich sachlich sind", so Bláha. (tm)

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