Werda will mit Wohngebiet wachsen

Zehn neue Eigenheime können in Werda-Süd gebaut werden. Los geht's, wenn sich genug Interessenten gefunden haben.

Werda.

Knapp 1500 Einwohner leben in Werda und Kottengrün. "Wenn wir mit dem neuen Baugebiet Werda-Süd für Zuzug sorgen könnten, wäre das prima", sagt Bürgermeisterin Carmen Reiher (parteilos). Das Wohngebiet an Wacholder- und Pfarrstraße ist genehmigt. Für die Erschließung des Baugebietes, in dem Platz für zehn Grundstücke zwischen 700 und 900 Quadratmetern ist, führt die Gemeinde Gespräche mit einem Erschließungsträger. "Bevor die vertraglich vereinbart und Einzelheiten der Realisierung abgestimmt werden können, ist es notwendig, dass zumindest für die Hälfte der Grundstücke ernsthaftes Interesse bekundet wird", hofft Werdas Bürgermeisterin nun auf rege Nachfrage im Rathaus.

Rund drei Jahre dauerte es, die Planungen für "Werda-Süd" abzuschließen. Eine ebenso langwierige Angelegenheit ist der gemeinsame Flächennutzungsplan, den die Gemeinden des Verwaltungsverbandes Jägerswald, dem Werda angehört, zurzeit erarbeiten lassen. "Im Frühjahr sind zunächst interne Beratungen in den Gemeinden geplant", sagt Carmen Reiher. "Das Planwerk ist wichtig für die Entwicklung unserer vier Gemeinden, nicht nur in Hinblick auf mögliche Baustandorte", betont sie. Erfreulicher Nebeneffekt der Arbeit am gemeinsamen Flächennutzungsplan: "Die Zusammenarbeit zwischen unseren vier Kommunen gestaltet sich ausgesprochen konstruktiv", schätzt die Bürgermeisterin ein, die zugleich Vorsitzende des Verwaltungsverbandes ist, dem auch Bergen, Theuma und Tirpersdorf angehören.

Wichtigstes Vorhaben der Gemeinde bleibt in diesem Jahr die geplante Zusammenlegung der Kindereinrichtungen beider Ortsteile am Standort Werda. Der soll dazu bei laufendem Betrieb auf 80 Plätze erweitert und umgebaut werden. "Ende vergangenen Jahres haben wir die Unterlagen beim Kreis eingereicht. Nun müssen wir abwarten", will die Bürgermeisterin keine Prognose abgeben, ob Werda schon dieses Jahr den Zuschlag auf Fördermittel erhält. Ohne diese kann die Gemeinde das 2,1 Millionen Euro teure Projekt nicht umsetzen.

Was dagegen sicher ist und das Dorf aus eigener Kraft stemmen wird, das ist die 700-Jahr-Feier von Kottengrün. Das Fest wird über Pfingsten gefeiert, die Kottengrüner und verschiedene Arbeitsgruppen stecken mitten in den Vorbereitungen. "Freitag Festveranstaltung mit Präsentation der Chronik, Samstag Spiel, Spaß und Tanz, Sonntag der Festumzug als Höhepunkt und am Pfingstmontag zum Ausklang ein Badfest. Das Freibad wird 50 - auch dieses Jubiläum wollen wir feiern", gibt Carmen Reiher einen Ausblick auf das Festwochenende.

Das Festwochenende ist zudem eine Art Generalprobe für das nächste Jubiläum: 2021 steht Werda die 600-Jahr-Feier ins Haus.

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