Die Plauener Milchbar schließt Ende November

Die Gründe der Betreiberin: Sanierung des Hauses, kein Ausweichquartier und eine angeschlagene Gesundheit.

Plauen.

Jana Fritsche hört auf. Am 30. November schließt sie die Milchbar an der Bahnhofstraße 39. "Für immer", kündigte die 50-Jährige am Montag an. Die Gründe: Zum einen die Sanierung des Hauses durch den Vermieter, die Plauener Wohnungsbaugesellschaft WBG, zum anderen die vergebliche Suche nach einem günstigen Ausweichquartier sowie ihre angeschlagene Gesundheit, wie sie erklärte. Mitte November soll ein Flohmarkt stattfinden. Bis dahin habe das Lokal noch offen.

WBG-Geschäftsführer Frank Thiele bedauert auf Nachfrage, dass es durch die Schließung der Milchbar jetzt kaum noch gastronomisches Angebot im Umkreis dieses Bahnhofstraßen-Abschnittes gibt. "Wir haben Frau Fritsche jedenfalls keine unverhältnismäßigen Bedingungen für den weiteren Betrieb gestellt", sagt er. In die Ladenzeile schräg gegenüber hätte die Milchbar prinzipiell ziehen können, dort habe der Großvermieter viel investiert. Es sei klar, dass dort mehr Miete anfalle als am jetzigen, stark sanierungsbedürftigen Standort. "Wir wollen uns auf unsere Mieter verlassen können", so Thiele. Noch in diesem Jahr will die WBG ihm zufolge mit der Entkernung der drei Häuser an der Bahnhofstraße 35, 37 und 39 beginnen: "Das funktioniert aber nur, wenn alle Mieter raus sind, auch die privaten."

Fritsche schließt aber nicht aus, dass sie als Gastwirtin noch einmal zurückkommt, wie sie erklärt: "Was nicht veräußert wird, wird eingelagert für einen eventuellen Neustart im neuen Jahr." (sasch/em)

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