Gedenkstele für Opfer von Todesmarsch

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Einweihung ist am 17. April in Bergen vorgesehen

Bergen/Eichigt.

In den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges gehörten Todesmärsche aus Konzentrationslagern in Richtung Oberfranken und Böhmen zu den bedrückendsten Ereignissen 1945. Einer dieser opferreichen Märsche war jener aus dem KZ-Außenlager Sonneberg, für dessen Opfer es bereits in einigen Orten Gedenkstätten gibt - so in Pirk, Bobenneukirchen oder Wohlbach. Im Frühjahr soll ein weiterer Gedenkstein hinzukommen - für zwei namenlose Häftlinge, die vor 76 Jahren nach heutiger Kenntnis bei einem Streit im Rittergut Bergen von der Wachmannschaft erschossen worden. Für Samstag, den 17. April ist die Einweihung eines Gedenksteins im Zentrum des Bergener Ortsteils in Nachbarschaft von Gefallenenehrenmal und historischer Glocke/Glockenstuhl vorgesehen. Die Erinnerung an die Mordopfer ist für den Eichigter Bürgermeister Christoph Stölzel (parteilos) das letzte Projekt seiner Amtszeit, Im Mai wird der Nachfolger des 68-Jährigen gewählt. Stölzel finanziert die Gedenkstele aus Theumaer Schiefer, der im Oelsnitzer Steinmetz-Fachbetrieb Ballmann gestaltet wird, selbst. Inzwischen hat der ehrenamtliche Bürgermeister auch klären können, dass die beiden ermordeten Häftlinge aus dem Konzentrationslager nicht direkt auf dem Friedhof Eichigt begraben wurden. Nach heutiger Kenntnis wurden sie auf halbem Wege zwischen Bergen und Eichigt am Beginn des Waldes verscharrt. Ob sie später exhumiert wurden, ist unklar. (hagr)

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