Adventsmarkt als Familienfest

Nicht nur Glühwein, Würstchen und Dekoration bot der Lengenfelder Adventsmarkt. Es war noch viel mehr zu erleben.

Lengenfeld.

Der Adventsmarkt in Lengenfeld war auch in diesem Jahr kein kommerzielles Ereignis. Die Verbindung zum eigentlichen Ursprung des Weihnachtsfestes war zu spüren: Die Kirchgemeinden der Stadt waren gemeinsam mit dem organisierenden Gewerbeverein Mitgestalter des zweitägigen bunten Treibens mit vielen Angeboten zum Mitmachen.

Die Angehörigen der Kirchen, besonders die Landeskirchliche Gemeinschaft und die Evangelische Freikirche, überlegen sich jedes Jahr neue Angebote für Kinder. Zusammen mit dem Weihnachtsbaumschmücken für soziale und öffentliche Einrichtungen, bei dem die Knirpse selbst gebastelten Schmuck an grüne Zweige hängen, entstand auch dieses Jahr ein Familienfest auf dem Markt: Kinder hingen ihre Wunschzettel an Luftballons, die Teenies vom Jugendclub vorher mit Helium gefüllt hatten. Sie konnten dann bunt und fotogen in den Himmel schweben. Kinder haben zusammen mit Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) Weihnachtslieder gesungen. Mädchen und Jungen ließen sich im Zelt der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinschaft (EFG) aus einem Buch vorlesen. "Eine Geschichte mit christlichem Inhalt, die das Selbstwertgefühl der Kinder steigern soll, haben wir ausgewählt", erklärte dazu Florian Rehwald, der den Kidsclub in der EFG leitet.

In einem ausrangierten Transporter konnten die Kinder außerdem Autorennen fahren. Angeboten wurde ein modernes Spiel, verbunden mit einer Handy-App. Es ließen sich damit althergebrachte Spiele mit digitalen Vorzügen verknüpfen.

Als klassisch, aber als genauso beliebt wie der moderne Spaß, erschienen die Kartons voller Holzbausteine, die von Angehörigen der Landeskirche mitgebracht wurden. Deren Prediger Daniel Kühn übernahm auch die Moderation am Samstagnachmittag.

Mario Mothes, Mitglied in der Landeskirchlichen Gemeinschaft, findet es richtig, dass sich Christen am öffentlichen Leben der Stadt beteiligen: "Wir wollen unseren Glauben nicht nur hinter verschlossenen Türen praktizieren, sondern damit nach außen gehen. Das ist doch unsere Aufgabe. Die Beteiligung am Adventsmarkt ist über die Kirchenallianz entstanden, zu der auch noch andere Aktionen gehören." Mit den Holzbausteinen sei die Landeskirchliche Gemeinschaft nun schon das dritte Mal auf dem Adventsmarkt vertreten.

Bei der Jugendfeuerwehr konnten die kleinen Besucher einen Räuchermann in Feuerwehruniform und mit rotem Helm auf dem Kopf bauen. Bäcker Lenk und Fleischer Floß hatten ihre Türen für einen Blick hinter die Kulissen geöffnet. Auf der Bühne gab es fast durchgängig ein musikalisches Programm. Die Geschäfte hatten geöffnet, und der Gewerbeverein startete in seine alljährliche Bon-Aktion, bei der die Kunden mit Einkaufen in der Stadt später Preise gewinnen können.

Wem nach einem Rundgang auf dem Markt der Sinn nach Hinsetzen, Ausruhen, Stollen und Kaffee stand, war im Kulturbundcafé an der richtigen Stelle. Dort wartete auch eine kleine Weihnachtsausstellung auf Besucher, zusammengetragen von Privatleuten, die einen Teil ihrer Weihnachtsdekoration zur Verfügung stellten.

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