AfD: Attacke auf CDU und Grüne

Wahlen 2019 Beatrix von Storch sprach am Reichenbacher Postplatz. Nicht auf alle Fragen hatte sie eine Antwort.

Reichenbach.

Die CDU oder die Grünen? Wer ist der Hauptgegner der AfD bei der Landtagswahl am 1.September? Beatrix von Storch entschied sich nicht, nannte bei ihrem Wahlkampfauftritt am gestrigen Mittwoch in Reichenbach beide im selben Atemzug. "Wer die CDU wählt, wählt auch die Grünen", sagte die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, die am Postplatz den Wahlkampf des Direktkandidaten für Reichenbach und Umgebung, Rico Weller, unterstützte. 30 bis 40 Besucher waren gekommen, um die Politikerin sprechen zu hören. Wegen der permanent vorbeifahrenden Busse und Autos mussten sie allerdings gute Ohren haben.

Von Storch gab sich siegesgewiss, dass Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei der Wahl in knapp eineinhalb Wochen abgelöst werde. Ob ihre Partei stattdessen selbst in Sachsen die Regierung stellen wolle, dazu äußerte sie sich nicht. Stattdessen warf sie Kretschmer vor, eine "grüne oder sozialistische Einheitsfraktion" bilden zu wollen.


Konkrete Ziele der AfD nannte von Storch nicht. Schwerpunkte ihrer Rede waren Angriffe gegen die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie der Grünen. Letztendlich sei deren Ziel, aus Deutschland einen Agrarstaat zu machen. Auch den Themenbereich Genderwissenschaften behandelte die AfD-Politikerin und spottete über eine Dozentin der Uni Paderborn, die sich wissenschaftlich mit dem Gebiet der Pornografie beschäftigt.

Nach ihrer Rede nutzten Besucher die Möglichkeit, mit Beatrix von Storch ins Gespräch zu kommen. Arbeitseinsätze für Asylbewerber, der demografische Wandel und auch das Thema Rente wurden dabei unter anderem angesprochen. Beschäftigung von Flüchtlingen im Interesse der Allgemeinheit befürwortete die Politikerin. Auf die Frage einer Frau, wie von Storchs Position - beziehungsweise die der AfD - beim Thema Rente sei, blieb diese eine Antwort schuldig. Sie verwies stattdessen auf die anderen Parteien. Begründung: Diese hätten die Probleme schließlich verursacht.

Bewertung des Artikels: Ø 3.6 Sterne bei 5 Bewertungen
5Kommentare
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  • 16
    20
    Zeitungss
    22.08.2019

    @Lesemuffel: Einige glaubwürdige Personen dieser Partei haben zeitig genug das Weite gesucht, Höcke Gauland & Co gehören leider nicht dazu, was wünschenswert gewesen wäre. Einen gewissen Level sollte eine Partei schon haben, mein Sie nicht auch?
    Es ist eine LTW, ja aber es gibt auch einen Bundesrat, welcher nicht unerheblich die Bundespolitik beeinflussen kann.

  • 21
    22
    Zeitungss
    22.08.2019

    30 - 40 Besucher, bei wieviel Einwohner hat Reichenbach ? Die werden auch noch wach wenn diese Truppe jemals zum Zug kommt. Wer zugehört hat sollte wissen, in welche Richtung es geht, von diesen Vertretern möchte ich nicht regiert werden. Wer es dennoch will, darf am Wahltag ein Kreuzchen spendieren, dass sie überhaupt etwas im Kasten haben, auch wen es dann noch lange kein Wahlprogramm ist.

  • 23
    30
    Lesemuffel
    22.08.2019

    Es ist eine LT-Wahl. Rentenpolitik ist Bundesangelegenheit. Und die AfD ist nicht verantwortlich für die Fehler, das Verschleppen von Lösungen, auch nicht für Migration, fragwürdige Energiepolitik, Enteignung der Sparer, um nur einige Missstände zu nennen. Aber klar ist, dass die AfD in der Lage wäre, die Probleme zu lösen, weil sie keine Partei Kader hat, die nur Parteiarbeit, aber nicht die Lebenswirklichkeit kennen. Sie haben Fachleute und würden weitere finden, die nur darauf warten, die Dinge wieder vom Kopf auf die Füße stellen zu dürfen. Aber dazu fehlt allein die Macht. Selbst bei einem Wahlsieg hätte die AfD keine Chance. Siehe Fall OB-Wahl Görlitz. Wir im Osten wissen, wie eine demokratische Entscheidung von den Herrschenden verbogen werden wird: Das hieß damals Nationale Front. Und wenn das nicht reicht, konnte man hier im Forum lesen, wollen einige Wissenschaftler einen Generalstreik, auch in Sanktionen ist man ja in Berlin geübt. Es bleibt die Notwendigkeit die AfD zu wählen, denn nur so können wir sehen, was aus der Demokratie geworden ist.

  • 22
    20
    frankjac
    22.08.2019

    DTRFC2005 - Die anderen Parteien haben die Probleme verursacht! Das es den Menschen in Deutschland so gut geht, ist nicht der Verdienst der "anderen" Parteien sondern der Wirtschaft und dem Fleiß der Menschen hier.

  • 33
    29
    DTRFC2005
    22.08.2019

    Ganz schön vermessen, zu behaupten, die anderen Parteien hätten die Probleme verursacht. Diese Antwort hätte Frau Storch auch auf jedwede Frage geben können, denn mehr kann die AFD nicht. Dann frage ich mich aber, wenn die anderen Parteien so grottenschlecht regieren, warum geht es der Bevölkerung in Deutschland so gut.



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