Alles Sieger: 240 Aktive radeln mit beim 15. Göltzschtalradlertag

Heiß war es, aber sie hielten tapfer durch. Am Ende der vier unterschiedlichen Strecken winkten allerlei attraktive Preise.

Mühlwand.

Rund 240 Teilnehmer aus dem Vogtland haben sich gestern am 15. Göltzschtalradlertag beteiligt und um 10 Uhr ab Mühlwand auf eine der vier Distanzen begeben. Viele absolvierten dabei die Königsstrecke über 40 Kilometer, die zum Trollpark Rodewisch und wieder zurück führte. Die kürzeren Strecken waren 26, 18 und 14 Kilometer lang.

"Ich bin zum zehnten Mal dabei, immer auf der langen Strecke und immer mit dem gleichen Fahrrad", sagte Claus Müller aus Reichenbach. Der 76-Jährige schwört auf sein Fahrrad, das schon seinem Sohn Ralf beim Studium in Wien gute Dienste geleistet hat. "Man kann die Strecke eigentlich mit jeder Möhre fahren und braucht nichts Exklusives", ist er sicher. "Die Strecke ist gut ausgeschildert. In Limbach war ein Stück gesperrt, da mussten wir auf der Hauptstraße fahren. Dort standen sogar Leute und winkten", freute er sich. "Täve kommt gleich", habe er ihnen zugerufen und so an die Durchfahrt der Friedensfahrer erinnert. Gewonnen hat Claus Müller in all den Jahren nichts. "Die Teilnahme ist entscheidend, nicht der Sieg", meint er.

Holger Strobel aus Lengenfeld hat sogar etwas verloren. "Den inneren Schweinehund. Der liegt jetzt irgendwo im Straßengraben", freute er sich und empfiehlt Leuten, die sich noch nicht überwinden konnten, das einfach einmal zu versuchen. "Die Tour macht Spaß, man kann die Fitness auffrischen und trifft immer neue Leute. Alles ist gut organisiert", lobte Regina Köhler das Vorbereitungsteam, das im Auftrag der angrenzenden Städte agiert. Dass inzwischen nicht mehr drei aufeinanderfolgende Teilnahmen für das Gewinnspiel notwendig sind, wird allgemein begrüßt. Jeweils zwei Damen, Herren und Kinder erhielten 100 Euro, dazu kommt der Familienpreis."

Manche fahren auch einfach zum Spaß und beteiligen sich nicht an der Auslosung. Wer sich aber einen Startzettel holt, der gibt ihn in der Regel auch ab", sagte Lengenfelds Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld), der die Auslosung moderierte. Pascal Jähn sprach er bei der Preisübergabe auf sein schickes Shirt mit Namen an. "Das hat mir meine Schwester zu Weihnachten geschenkt. Sie weiß, dass ich gern Fahrrad fahre", sagte der Gewinner.

"Es war schon ein wenig anstrengend, aber ich bin im nächsten Jahr wieder dabei", versprach Karina Böttiger bei der Preisübergabe. "Unterwegs war es ein wenig heiß. Es ging ein bissel Wind, aber der kam gefühlt immer von vorn", fand Elke Kovacs. Alexander Hartenstein war so überrascht, als er seinen Namen hörte, dass er das Kinderfahrrad gleich fallen ließ. Wie mehrere der Gewinner war auch er zum ersten Mal dabei.

Danny Schott gehört, wie man unschwer am Trikot erkennen konnte, zum Radsportteam Reichenbach. Er fuhr mit seinem großen Sohn die 28 Kilometer, die Mama mit dem kleineren die kurze Strecke. Als Familienpreis gab es Karten für den Freizeitpark Plohn und 200 Euro obendrauf. "Das Geld geben wir beim Besuch im Freizeitpark aus", erklärte der Papa. "Auch im Ostseeurlaub können wir es gut gebrauchen", ergänzte Sandra Schott.

Zweimal musste ein Preis nachgezogen werden, da die ursprünglichen Sieger nicht mehr vor Ort waren. Die Auslosung fand diesmal noch beim Zugang zum Festplatz am Alaunbergwerk statt. Der eigentliche Platz zum Feiern ist noch wegen Bauarbeiten infolge des Hochwassers 2013 gesperrt. Im kommenden Jahr soll dort wieder alles zugänglich sein.

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