Andreas Heinz stellt die Weichen neu

Vogtländischer CDU-Landtagsabgeordneter: Kein Nein mehr zum Bahnstreckenausbau

Pöhl.

Der vogtländische Landtagsabgeordnete Andreas Heinz (CDU) hat seine bislang ablehnende Haltung zum Ausbau der Bahnstrecke von Plauen nach Eger/Cheb aufgegeben. Das geht aus einer am Mittwoch verbreiteten Presseerklärung hervor, in der er sich zu dem im Landesverkehrsplan verankerten Güterverkehrszentrum Herlasgrün positioniert.

Heinz befürwortet die vom Freistaat geplante Schnittstelle von Straße und Schiene und sieht darin auch noch Entwicklungspotenzial für den Ortsteil der Gemeinde Pöhl. "Letztlich könnte hier ein logistisch orientiertes Gewerbegebiet mit einem erweiterten Bahnanschluss entstehen oder auch ein singuläres Umschlagterminal für den Kombinierten Verkehr", formulierte Heinz.

Das Landtagsmitglied sieht jedoch auch "Hemmnisse der infrastrukturellen Entwicklung": "Für die überregionale Anbindung des Vogtlandkreises haben die bereits ausgebauten und die noch auszubauenden Abschnitte der Sachsen-Franken-Magistrale wesentliche Bedeutung. Einen Engpass stellt hingegen die eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke von Plauen über Bad Brambach ins tschechische Cheb dar", beschreibt Heinz. "Hierdurch fehlt bislang eine leistungsfähige und güterverkehrstaugliche Verbindung in die unmittelbar benachbarte Region in der Tschechischen Republik. Der Freistaat Sachsen setzt sich daher beim Bund sehr intensiv für den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der genannten Strecke ein."

Noch im Wahlkampf während des vorigen Jahres hatte sich Heinz gegen den Streckenausbau positioniert. "Ich befürworte das nicht", sagte er etwa in einer Bürgerversammlung der CDU. Sein Plauener Landtagskollege Frank Heidan stritt für den Streckenausbau. (tb)

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