Anwohner: Stolpergefahr auf Schritt und Tritt

Der Fußweg an der Cunsdorfer Kneippstraße sorgt wie die Straße selbst immer wieder für Kritik. Konkrete Pläne für Reparaturen hat die Stadt nicht.

Cunsdorf.

Selbst wenn alle Anlieger der Kneippstraße in Cunsdorf ihrer Räumpflicht auf dem Fußweg im Winter nachkommen wollen. "Sie könnten es oft auf Grund des desolaten Zustandes gar nicht", sagt ein Anwohner, der den unbefestigten Weg aus dem Effeff kennt: "An manchen Stellen ragen Steine bis zu zehn Zentimeter aus dem Schotter, ein Gullydeckel liegt schon frei. Wenn dort Schnee drüber liegt, sieht das ein älterer Fußgänger nicht. Wer trägt Schuld, wenn was passiert?", fragt der Mann und spricht über top sanierte Straßen und Gehwege in den Stadtteilen Friesen und Brunn.

"Im Gegensatz zu diesen Dörfern haben wir hier keinen Ortschaftsrat und damit keine Lobby in der Stadt, deshalb sehen Straße und Fußweg auch 30 Jahre nach der Wende so aus", sagt der Cunsdorfer und fordert zumindest die Reparatur von besonders schadhaften Stellen des Fußwegs. Doch Reparaturen sind derzeit nicht vorgesehen, sagt Stadtsprecherin Heike Keßler. Die würden im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht lediglich veranlasst, wenn eine besondere Schädigung vorliege. Und das ist offenbar nicht der Fall.

Also bleibt den Anwohnern wie seit Jahrzehnten die Hoffnung auf die in regelmäßigen Abständen angekündigte Generalüberholung von Straße und Gehweg. Zuletzt hatten Reichenbachs OB Raphael Kürzinger (CDU) und Bauamtsleiter Sven Hörning beim Bürgergespräch in Brunn von einem abschnittsweisen Bau mit Start im nächsten Jahr gesprochen. Die Gelder für den Ausbau der Kreisstraße samt Nebenanlagen seien in den Haushalten von Landkreis und Stadt fest für diesen Zweck gebunden. Doch der Landkreis hatte auf Anfrage erklärt, die Planungen könnten erst Ende 2020 abgeschlossen werden. Mit einem Baubeginn sei nächstes Jahr nicht zu rechnen. Zudem stehe die Beantragung von Fördergeldern für das Projekt noch aus. Wenn gebaut wird, dann soll nicht nur die Kneippstraße auf Vordermann gebracht werden. In mehreren Bauabschnitten geht es dann der gesamten, etwa 2,5 Kilometer langen Holperpiste von der Friedensstraße bis zum Ortseingang von Brunn an den Kragen.

"Die Ankündigung klingt wieder gut. Aber wir haben weiter Zweifel", sagt der Anwohner mit Blick auf den Fußweg: "Ich bin gespannt, wie der in drei Jahren aussieht."

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