Beim Schülerverkehr gibt's nach ersten Erfahrungen Korrekturen

Die zweite Woche mit neuem Fahrplan läuft. Mit Verweis auf den Umfang der Umstellung ist der Verkehrsverbund zufrieden. Dennoch kündigt er nun Anpassungen an.

Reichenbach/Auerbach.

Die Reaktion vom Kreiselternrat (KER) kam gleich am ersten Schultag nach den Herbstferien: Prinzipiell funktioniere es, aber es gebe noch einiges, was dringend verbessert werden müsse, schrieb Jens Uhlmann aus Dorfstadt als KER-Vertreter an den Verkehrsverbund Vogtland und an die "Freie Presse".

Uhlmann nannte Beispiele, etwa die Verspätung, die die Linie 71 früh in seinem Ort gehabt habe. Auch die Linie 101 in Ellefeld fuhr nicht pünktlich, schildert die Leserbriefschreiberin Gudrun Mailach.

Sebastian Eßbach und Kathrin Tunger, Co-Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Vogtland (VVV), räumen die Zeitprobleme zu Beginn ein. Die seien auch dem geschuldet gewesen, dass sich Schüler beim Fahrer erst erkundigten, ob sie denn in den richtigen Bus eingestiegen seien. "Wir sind dennoch zufrieden", so Eßbach. Gemessen an der Größe der Fahrplanumstellung im Schülerverkehr, wie sie per 28. Oktober passiert ist, und angesichts von 10.000 Schülern, die zu transportieren sind, blieben die Probleme im Rahmen.

Trotzdem kündigt der VVV für Montag nochmals Änderungen im Fahrplan an. Konkret würde am Freitag informiert.

Die VVV-Geschäftsführung hat fünf Schwerpunkte dabei ausgemacht: die Linie von Klingenthal nach Auerbach, der Raum Markneukirchen, die Strecke von Plauen zur Oberschule in Weischlitz und in Neumark. In Neumark beispielsweise zwinge eine Baumaßnahme zum Nachjustieren im Fahrplan, weil dort die Zeiten deshalb nicht eingehalten werden könnten. "Der Glasfaserkabelausbau macht uns derzeit im ganzen Vogtland zu schaffen", ergänzt Tunger in dem Zusammenhang. Oft seien die zahlreichen halbseitigen Sperrungen beim VVV erst dann bekannt, wenn der Busfahrer vor ihnen stehe, erklärt sie.

Weiteres Problem: die Verteilung der Schüler auf die Busse. Häufig würde sich der Andrang auf einen Bus konzentrieren, während zeitgleich weitere die gleiche Strecke bedienen und dabei fast leer blieben. "Hier hoffen wir mit wiederholter Information über die Schulen auf eine bessere Verteilung", so Eßbach.

Ähnlich die Situation zwischen Plauen und Weischlitz: Hier konzentriere sich alles auf den Bus, während die parallele Zuglinie ungenutzt bliebe, erklärt Eßbach weiter.

Eßbach und Tunger sind zuversichtlich, dass sich alles in den nächsten Wochen einpegelt. Auf den meisten Schulbuslinien laufe es schon jetzt reibungslos, für den Rest bittet der VVV "um Verständnis". Unverständnis herrscht jedoch über Beschwerden, die im Ton unangemessen sind. "Was sich unsere Mitarbeiter zum Teil anhören müssen, ist erschreckend", sind sich Eßbach und Tunger einig. Ebenso überrascht seien sie über Eltern, die offensichtlich bis zum 28. Oktober nichts von der lange angekündigten Fahrplanumstellung gehört hatten.

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