Bens Familie bedankt sich bei Spendern

Der 15-Jährige aus Limbach hat seine zweite Delfin-Therapie genossen. Die Tage auf Curaçao brachten der ganzen Familie Entspannung in einer anstrengenden Zeit.

Limbach.

Die Einschränkungen in der Coronapandemie mit Lockdown, Lernzeit und Co. sind auch für Familie Heydenreich aus Limbach eine Herausforderung. Da Ben seine Spezialschule in Greiz nicht besuchen kann, ist er den ganzen Tag zu Hause und fordert in seiner quicklebendigen Art den Eltern wie den zwei Schwestern einiges ab. Der 15-Jährige, dessen Geschichte vor vier Jahren das Vogtland erstmals berührt und eine riesige Spendenwelle für Bens Delfin-Therapie ausgelöst hatte, ist trotz großer Fortschritte stets auf Hilfe angewiesen. Deshalb war eine zweite, erneut von Vogtländern mit Herz und 12.000 Euro Spendengeldern ermöglichte Therapie im November eine Hilfe für die ganze Familie.

"Von dieser wundervollen Zeit leben wir immer noch. Wir danken allen Spendern von ganzem Herzen", erzählt Mutter Katja Heydenreich über den Familien-Alltag seit der Rückkehr von Curaçao. Der 15-jährige Sohn schaut sich dabei die im "Dolphin Therapy & Research Center" gemachten Fotos und Videos vom Therapie-Alltag so entspannt an wie Eltern und Schwestern. Plötzlich huscht ein Lächeln über sein Gesicht, er klatscht in die Hände und stößt Laute der Begeisterung aus - so als tauche er erneut ein in die Wasserwelt der Karibikinsel. Darüber sprechen kann Ben nicht, das übernimmt Vater Barry: "Schon als wir im Center ankamen, war Ben aus dem Häuschen. Er hat sich sofort wieder angenommen gefühlt. Auch diese Therapie hat wieder etwas gebracht, Ben ist entspannt und ausgeglichen ins Vogtland zurückgekommen, und wir auch."

Seit seinen Kindertagen erobert sich der mit der Diagnose Globale Entwicklungsstörung mit unbekannter Ursache, Epilepsie und Albinismus geborene Junge so Stück für Stück eine Welt, die vielen als selbstverständlich gilt. Zunächst lernte er entgegen aller Prognosen Laufen und Lachen. Und heute hat man manchmal den Eindruck, als würde er im nächsten Augenblick seinen ersten Satz sagen. Aber auch mit seinen aktuell zur Verfügung stehenden Mitteln vermag er das auszudrücken, was ihn gerade beschäftigt. Etwa wenn er in unvergleichlich einprägsamer Art Motorengeräusche imitiert.

Auf Curaçao hatte Ben viel Spaß mit den Delfin-Damen Nubia und Chabelita sowie Therapeut Markus Mesing. Bei den Therapie-Übungen wie Wasserschlacht, Ringe werfen oder Tanzen durfte Ben Auswahl und Abläufe selbst mitbestimmen. Zudem wurde an seiner Ablehnung fester Nahrung gegenüber gearbeitet - Ben isst weiterhin nur Püriertes. Auch daran arbeitet die Familie nun liebevoll und beharrlich weiter. Und vielleicht kostet Ben ja in ein paar Tagen an einer besonderen Torte - wenn sein 16. gefeiert wird.

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