Bewohner im Neubaugebiet kritisieren TV-Ausfälle

Kabelanbieter verweist auf Hardwarefehler und Glasfaserschaden

Reichenbach.

Bewohner der Dr.-Otto-Just-Straße 77 im Neubaugebiet West in Reichenbach kritisieren, dass es an zwei Tagen im August zu Ausfällen im Fernseh-Programm des Kabelanbieters Pÿur, vormals Primacom, kam. Die Wohnungsbaugenossenschaft Reichenbach hat bekanntlich einen langfristigen Vertrag mit Primacom zur Versorgung ihrer Mitglieder abgeschlossen.

Von den Ausfällen der Fernseh-Versorgung betroffene Bürger wünschen sich nun einen Preisnachlass für den August. Sie fragen zudem nach, was für eine höhere Versorgungssicherheit in Sachen Fernsehen getan wird.

Pÿur-Sprecher Mario Gongolsky erklärte dazu auf Anfrage, dass es am 8. August eine überörtliche Beeinträchtigung bei der Einspeisung privater TV-Programme gegeben habe. Ursache für den Ausfall sei ein Hardwarefehler einer standardmäßig eingesetzten technischen Komponente innerhalb der so genannten Kopfstellen gewesen. Der Pÿur-Sprecher noch: "Hier musste der Hardwarehersteller für eine schnelle Fehlerbeseitigung sorgen." Dies sei trotz der Komplexität des Fehlerbildes in weniger als 24 Stunden gelungen.

Am 27. August kam es von 8.50 bis gegen 13.30 Uhr zu einem Ausfall zahlreicher Programme. Die Erklärung des Pÿur-Sprechers dazu: "Hier war ein Glasfaserschaden unseres Vorlieferanten die Ursache." Der Schaden habe dann dazu geführt, dass die Programmsignale auf dem Satelliten ausfielen, von dem aus wiederum die Programme in das Netz eingespeist werden. Dieser Ausfall betraf das gesamte Bundesgebiet.

Insgesamt, so erklärt Gongolsky, gelte "die Radio- und Fernsehversorgung über unsere Kabelnetze (...) als besonders zuverlässig." Im Wesentlichen beschränken sich die Ausfallrisiken auf Kabelschäden durch Tiefbauarbeiten oder längere Stromausfälle.

Erstattungen für lang anhaltende Ausfälle, die auf Eigenverschulden zurückzuführen sind, würden durch den Kundenservice mit hoher Kulanz geprüft. Die beiden hier angesprochenen Ausfälle "wurden aber weder durch uns verursacht, noch hätten sie durch Vorkehrungen unsererseits vermieden werden können", hieß es weiter. Insofern könne den betroffenen Haushalten in diesem Fall keine Gutschriften gewährt werden.

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