Bürgermeisterwahl geht in zweite Runde

Wer neuer Rathauschef in Neumark wird, entscheidet sich erst am 23. Juni. Am gestrigen Sonntag schaffte keiner der sieben Kandidaten die absolute Mehrheit.

Neumark.

Die Neumarker Bürgermeisterwahl geht in die Verlängerung. Beim ersten Wahlgang am gestrigen Sonntag hatte keiner der sieben Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Das heißt: Niemand konnte mehr Wählerstimmen auf sich vereinigen als alle anderen Kandidaten zusammen. Deshalb wird in Neumark am 23. Juni noch einmal gewählt. Dann reicht die relative Mehrheit. Sprich: Wer in vier Wochen am meisten Stimmen bekommt, wird neuer Bürgermeister.

Hätte dies schon im ersten Wahlgang gegolten, hätte es für Sven Köpp (FDP) knapp gereicht. Er erreichte mit 24,2 Prozent Platz eins - gefolgt von Jens Sölle (Einzelkandidat) mit 22,3 Prozent. Auf den weiteren Plätzen landeten: Jürgen Börner (SPD) mit 14,2 Prozent, Andreas Dust (Einzelkandidat) mit 12,9 Prozent, Stefan Schönfeld (Einzelkandidat) mit 12,3 Prozent, Kathrin Krause (CDU) mit 9,2 Prozent und Thomas Claus (Linke) mit 5,0 Prozent.


"Ich bin natürlich zufrieden, dass ich vorne liege", sagte Sven Köpp der "Freien Presse". "Es hätten natürlich gern noch ein paar Stimmen mehr sein können. Aber ich denke, bei sieben Kandidaten ist das schon ein gutes Ergebnis." Dies sieht der Zweitplatzierte Jens Sölle ganz genauso. "Ehrlich gesagt, bin ich sogar ein wenig überrascht", so der Neumarker Bauhofleiter. "Aber immerhin arbeite ich seit fast 30Jahren für die Gemeinde. Da wird man natürlich bekannt."

Die beiden Spitzenreiter wollen in jedem Fall beim zweiten Wahlgang am 23. Juni antreten. Jürgen Börner (SPD) ist sich da noch nicht sicher. "Da will ich noch mal drüber schlafen", sagte er. "Ein wenig enttäuscht bin ich schon vom Ergebnis." Wie dies Andreas Dust sieht, bleibt unklar. Er war telefonisch nicht zu erreichen. Bei Stefan Schönfeld ist die Entscheidung, ob er in vier Wochen wieder antritt, auch noch nicht gefallen. "Vom Ergebnis bin sich schon ein wenig enttäuscht", räumte er ein.

"Ich muss auch noch eine Nacht drüber schlafen", sagte Kathrin Krause. "Enttäuscht bin ich aber nicht. Ich hab ja nichts verloren." Dies sieht Thomas Claus ganz anders. "Ich bin richtig enttäuscht", so Claus. "Wahrscheinlich werde ich zum zweiten Wahlgang nicht mehr antreten." Ein bisschen Zeit hat er noch, sich zu entscheiden. Wer seine Kandidatur zurückziehen will, kann dies bis zum kommenden Freitag um 18 Uhr tun.

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