Containerstellplatz soll verschwinden

Auch Unrat und Sperrmüll landen an den Wertstoffcontainern an der Reichenbacher Straße in Lengenfeld. Für den Platz gibt es schon eine neue Verwendung.

Lengenfeld.

Der Lengenfelder Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) will sich nicht länger die seiner Ansicht nach unzumutbaren Zustände am Containerstandort Reichenbacher Straße anschauen: "Ich werde mich mit den Entsorgern in Verbindung setzen und den Standort schließen." Immer wieder gab es in den zurückliegenden Monaten Probleme mit illegaler Müllentsorgung.

Zuletzt beschäftigten sich die Mitglieder des städtischen Technischen Ausschusses im Herbst vorigen Jahres mit dem Thema. Da einige Mitbürger dort offensichtlich nicht auf ein ordnungsgemäßes Einwerfen ihrer Wertstoffe achten und der Standort schlecht kontrollierbar und einsehbar ist, sieht der Bürgermeister keine andere Möglichkeit, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Das Umfeld liegt voller Müll, darunter auch Sperrmüll. In den Containern landen Abfälle, die dort nicht hingehören, manchmal werden die Kleidercontainer auch durchwühlt.

Inzwischen weigern sich die zuständigen Entsorgungsfirmen, das Umfeld des Stellplatzes zu reinigen, was bisher der Fall war. Die beiden Firmen, Glitzner Entsorgung und der Kommunale Kreisentsorgungsverband (KEV), begründen das damit, dass die Abfallmengen an dem Standort immer mehr zunehmen und dort Unrat liegt, der nicht über die Container zu entsorgen ist. Bürgermeister Bachmann hat diesbezüglich vorige Woche Post aus dem Landratsamt erhalten. Das Umweltamt fordert die Kommune auf, die Abfälle zu entsorgen. Da die Verursacher unbekannt seien, obliege die Beseitigung der Abfälle nun dem Besitzer der Abfälle - und das sei der Eigentümer des Grundstückes, also die Stadt Lengenfeld.

Der Stadt bleibt also nichts anderes übrig, als den Müll auf eigene Kosten zu entsorgen. Danach hat der Bürgermeister für die Fläche allerdings schon eine andere Verwendung gefunden. Baufirmen benötigen für das Verlegen von Glasfaserkabeln in Lengenfeld eine weitere Lagerfläche. Bachmann: "Einen neuen Standort für Container können wir momentan nicht zur Verfügung stellen. Einige vorhandene Standorte bekommen zusätzliche Glascontainer. Allerdings müssen wir uns grundsätzliche darüber Gedanken machen, wie wir mit dem Problem zukünftig umgehen."

Auf jeden Fall will der Stadtchef Kontrollen an den Standorten, auch in den Abend- und Nachtstunden, einführen und es künftig nicht mehr bei Ermahnungen bewenden lassen. "Wir werden sanktionieren, wenn wir jemanden auf frischer Tat ertappen", kündigt Bachmann an.

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