Corona: Kartoffelpapst braucht neues Konzept

Große Veranstaltungen sind in Gündels Kulturstall nicht erlaubt. Draußen ist das dagegen kein Problem. Doch die Freiluftsaison ist jetzt rum.

Reichenbach.

30 Helfer am Samstag, 1000 Besucher am gesamten Wochenende - an so einem Ausklang der Freiluftsaison gibt es nichts zu meckern. Findet Ulrich Gündel. An seinem Kulturstall verbrachten die Helfer bei bestem Spätsommerwetter einen Tag auf dem Feld, wo rund 100 Sorten angebaut werden. Etwa 40 standen auf dem Kartoffelmarkt zum Verkauf.

Am beliebtesten sind nach Aussage von Kartoffelpapst Gündel einheimische Sorten sowie La Bonnotte und Rosa Tannenzapfen oder die aus Teneriffa stammenden spanischen Sorten. Im Hof erwartete die Helfer und Besucher ein leckeres Speisenangebot von Kartoffelsuppe bis Kartoffelkuchen. Dort hatten auch regionale Anbieter ihre Stände mit Honig, Obst, Ziegenkäse, Aufstrichen und anderen Produkten aufgebaut.

Doch die gut besuchte Veranstaltung war gleichzeitig Abschluss der diesjährigen Freiluftsaison. Und das schmerzt Gündel. Denn bei Veranstaltungen im Inneren verhagelt ihm das Coronavirus die Bilanz. "Die Scheune ist nicht beheizt, da kann ich im Winter nicht viel machen", so Gündel. "Der alte Kulturstall ist aber nicht sehr groß, da passen normalerweise 50 Personen rein."

Doch normal ist in Coronazeiten nichts. Deshalb kann er in den Kulturstall auch keine 50 Leute reinlassen. "Wir setzten deshalb mehr auf Bustourismus", so Gündel. "Das funktioniert, weil auch die Busse nicht mehr voll besetzt sind." (mit nie)

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