Der Schöpfer der Göltzschtalbrücke

Der MDR würdigt am heutigen Samstag Professor Johann Andreas Schubert. Alles begann mit einer mathematischen Theorie.

Reichenbach.

Der Mitteldeutsche Rundfunk würdigt in seiner Fernsehreihe "Unterwegs in Sachsen" am heutigen Samstag,18.15 Uhr den Eisenbahn-Professor Johann Andreas Schubert anlässlich seines 150. Todestages in diesem Jahr. Sein Wirken ist untrennbar mit dem Bau der Göltzschtalbrücke in den Jahren 1846 bis 1851 verbunden.

Der vielseitig gebildete Ingenieur-Wissenschaftler aus Dresden, der im vogtländischen Wernesgrün geboren wurde, hatte Architektur, Mathematik und Maschinenbau studiert. Bereits mit 24 Jahren wurde er zum Professor an der Technischen Bildungsanstalt in Dresden (heute TU) berufen. Die Fernsehdokumentation beleuchtet seine bahnbrechenden Leistungen wie die erste deutsche Dampflok und den ersten Oberelbe-Dampfer. Sein wohl bedeutendes Werk wurde zum Wahrzeichen des Vogtlandes. Die Göltzschtalbrücke ist heute touristisches Symbol für den Vogtlandkreis und wird zur Produktvermarktung genutzt.

Schuberts besonderes Verdienst besteht darin, dass seine mathematisch begründete Theorie des Gewölbebaus in der Göltzschtalbrücke seine bautechnische Verwirklichung fand. Anlässlich des 150. Geburtstages von Prof. Schubert 1958 ließ die Reichsbahndirektion Dresden eine Gedenktafel an der Brücke anbringen. In Reichenbach, Netzschkau und Lengenfeld sind Straßen nach dem genialen Wissenschaftler und Ingenieur benannt. Im Herbst dieses Jahres plant der Sächsische Heimatschutz, Regionalgruppe Vogtland, ein Kolloquium in Reichenbach zu Ehren Schuberts.

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