Ein Hit für die ganze Familie

Der 7. Woba-Winterzauber hat Besucher in Massen in den Stadtpark gelockt. Ein Spektakel von Bällebad bis Feuershow.

Reichenbach.

Noch mehr Besucher als in den Vorjahren hat am Samstag die siebte Auflage des Woba-Winterzaubers in den Reichenbacher Stadtpark gelockt. Das schätzte Daniela Raschpichler, Geschäftsführerin des Wohnungsbauunternehmens. Auf eine Anzahl wollte sie sich nicht festlegen. Das war aufgrund der unterschiedlichen Verweildauer auch schwierig. Jedenfalls hatten alle beteiligten Akteure genug zu tun, ob an den Ständen mit Essen und Trinken oder bei Beschäftigungsangeboten.

Das riesige Bällebad unter dem Dach des Pavillons wurde zum Renner für Klein und Groß. Das handbetriebene Karussell von Georg Traber aus der Schweiz stand kaum still. "Ich wurde wieder eingeladen und habe diesmal noch Livemusik mitgebracht. Ich komme gern hierher, denn die Organisatoren um die Woba und die Agentur Realitätsverlust leisten eine unglaublich wichtige und tapfere Arbeit. Und wir scheinen den Menschen hier ja auch zu gefallen", sagte er mit Blick auf die voll besetzten Stühle und Bänke auf der Drehscheibe, während ihn eine Frau aus Auerbach nach der Visitenkarte fragte. "So was könnte in Auerbach auch mal stattfinden. Wir haben seit 30 Jahren das gleiche Karussell auf dem Weihnachtsmarkt", erklärte sie. Von der Bühne her bedankte sich Daniela Raschpichler gerade bei den Besuchern, die den Winterzauber mit seinen verschiedenen Bestandteilen zu dem Reichenbacher Open-Air-Ereignis der kalten Jahreszeit werden ließen. Dazu trugen Händler und Gewerbetreibende ebenso bei wie das von Madlen Schulz und Uwe Schwarz moderierte Bühnenprogramm mit der Theater-AG der Weinholdgrundschule, Nachwuchsmusikern der Musikschule Vogtland, Selina Tulasoglu oder dem Chaos-Kinder-Zirkus bei. Etwas fürs Auge boten gemalte oder Lichtdekorationen und der etwa zehn Meter hohe Turm, den Julian Bellini bei "Heinz baut" aus Stangen und Seilen erstehen ließ und auf dem er vor dem Rückbau eine Obstpause mit Apfel einlegte. Etwas Mut musste mitbringen, wer David Bauerfeind aus Naila, dem Businessmagier mit Herz, seinen Ring anvertraute. Der charmante Illusionskünstler mischte sich gekonnt unter das Publikum und bezauberte mit seinen Kunststücken.

Der Glühweinzapfwettbewerb für einen guten Zweck wurde durch einen kurzzeitigen Stromausfall erschwert. "Im Hellen kann's jeder. Aber wir sind ja inzwischen Profis", nahm es OB Raphael Kürzinger (CDU) leicht. Sein Team war für den Abiturjahrgang des Gymnasiums angetreten. Obwohl er auch diesmal Zweitbester war, bekommen die Abiturienten für den Abschlussball am meisten. Der OB rundete die eingenommenen 369 Euro auf 450 auf, die Woba legte 50 dazu, sodass am Ende 500 Euro zu Buche stehen. Kürzinger folgte damit dem Beispiel des Drittplatzierten Stephan Hösl, der für die Volleyballer vom FSV 50 Euro zusätzlich gab, nachdem die Woba die 351 Euro auf 400 erhöht hatte. 450 Euro gehen auch an den sozialen Verein Leuchtturm, für den Daniela Raschpichler mit dem Lions Club das Bestergebnis von 393 Euro auf 450 Euro erhöht hatte.

Die Feuerkünstler Freaks on Fire, deren Wiege in Reichenbach steht, hatten diesmal Anki Feistner und Morten Kjaer zum Winterzauber geschickt. Auf dem Buchenhügel zeigten die beiden einen Querschnitt des Feuerspielerrepertoires von Kunststücken mit Poi und Hoop bis zum grandiosen Funkensturmfinale. Mit einer Zugabe endete das Familienfest offiziell. Zuvor hatten die Veranstalter bereits verkündet: Die achte Auflage des Woba-Winterzaubers steigt am 30. Januar 2021.

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