Eine Frage der Ähre: Landfrauen suchen Mitstreiter

Der Verein aus Irfersgrün bereitet Erntekronen und Erntekränze für den Wettbewerb vor. Beim Blick auf das Getreide fällt eines ganz besonders auf.

Irfersgrün/Schönbrunn.

Ganze 14 Tage später als voriges Jahr begann für die Irfersgrüner Landfrauen jetzt das Schneiden der Wintergerste. Die Frauen wählten dafür ein Feld der Marienhöher Milchproduktion Agro Waldkirchen GmbH aus. "Wir sind froh, dass uns der Betrieb jedes Jahr gestattet, auf den Flächen das benötigte Getreide für unserer Binderei zu schneiden", sagt Cornelia Hackel, die zweite Vorsitzende des Vereins.

Aus dieser und vielen weiteren Getreidearten, deren Ernte in den nächsten drei Wochen folgt, binden die Frauen auch dieses Jahr wieder Erntekronen und Erntekränze für den 17. vogtländischen Wettbewerb um die schönsten Exponate am 12. und 13. September. Ausstellungsort ist die Irfersgrüner Kirche. "Der Termin liegt günstig. An diesem Wochenende feiern wir in Irfersgrün auch das Kirmesfest und holen die ausgefallene Konfirmation nach", so Hackel.

Wie auch in den Vorjahren sind alle an der Binderei Interessierten aufgerufen sich zu beteiligen. Das können Vereine, Verbände, Landwirtschaftsbetriebe, Schulen, Kindergärten oder auch Privatpersonen sein. Anfängern geben die Landfrauen gern Hilfestellung.

Das Getreide für die Kronen und Kränze binden die Frauen auf dem Feld zu kleinen Sträußen zusammen, welche dann kopfüber zum Trocknen aufgehängt werden. Sowohl grünes als auch reifes, gelbes Getreide findet Verwendung. Beim Schneiden am Sonntagabend fiel den Frauen auf, dass die Körner in den Ähren dieses Jahr viel größer sind als im Dürrejahr 2019. Auch die anderen Getreidearten wie Dinkel, Hafer und Weizen haben sich besser entwickelt, so dass sich nicht nur die Landwirte über eine bessere Kornfüllung freuen können, sondern auch die Landfrauen über gut entwickeltes Bindematerial. Etwa im August beginnen dann die Frauen mit der eigentlichen Bindearbeit. Dafür treffen sie sich jede Woche im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins. "Wie wir unsere Kronen und Kränze gestalten wollen, wissen wir noch nicht. Das entscheiden wir, wenn es losgeht anhand der Qualität und der Menge des getrockneten Getreides", so Cornelia Hackel.

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