Elsterberg soll kräftig aufpoliert werden

Von Pfui-Flecken zu Hui-Ecken: Das ist das Ziel eines Plans, der innerhalb von acht Jahren Missstände ausmerzen und die Lebensqualität steigern will.

Elsterberg.

Bis 2025 soll es Problem-Gebäuden in Elsterberg an den Kragen gehen. Bis 2025 sollen reparaturbedürftige Häuser saniert und bezogen werden. Bis 2025 sollen auch mehrere Plätze in der Stadt aufgehübscht werden, damit sich Elsterberger gern dort aufhalten. Das ist das Ziel eines Stadtumbau-Konzepts für das Gebiet "Elstertal", das nun in erweiterter Fassung vom Elsterberger Stadtrat beschlossen worden ist. Das Konzept wird gebraucht, damit die Stadtverwaltung Geld aus dem Bund-Land-Förderprogramm "Stadtumbau" beantragen kann. Das erläuterte Katharina Richter von der Westsächsischen Gesellschaft für Stadterneuerung (WSG).

Knapp 46 Hektar groß ist nach ihren Angaben das Gebiet, um das es geht. Rund 30 Prozent davon nimmt das Gelände des künftigen Technologie- und Industrieparks auf dem früheren Areal des früheren Enka-Areals ein. 730 Einwohner leben zurzeit in dem Fördergebiet, das 36 Kulturdenkmale aufweist. Aber es stehen auch viele Wohnungen leer.

Konkret soll zum Beispiel das Haus Hinterer Schloßberg 21 neu genutzt werden. Dahinter verbirgt sich der über 120 Jahre alte Turnsaal hinter der Ruine. Ein Industriemuseum mit Enka-Exponaten soll darin aufgebaut werden, außerdem sollen Vogtländischer Heimat- und Oldtimerverein das Gebäude nutzen. Damit hatten die Vereine schon im Vorjahr geliebäugelt. Das Gebäude am Hinteren Schloßberg 13 soll verschwinden. Hier wies Stadtrat Wolfgang Haupt (Alternative Heimatliste) aber auf einen Stolperstein hin: Der Eigentümer befinde sich im Ausland, so Haupt.

Ein Garagenkomplex soll Platz machen für ein Mehrgenerationenhaus oder eine Turnhalle. Auch die Gippensiedlung kann sich auf Einschnitte gefasst machen. Mit Parkbuchten, Begrünung, sanierten Wegen oder Sitzplätzen sollen sowohl der Kirch- als auch der Gustav-Voigt-Platz aufgewertet werden. Der Spielplatz an der Schlosswiese soll saniert werden. Auch für die Ruine gibt es Pläne: Bänke, W-Lan, weitere Sanierung der Mauern.

Auch private Maßnahmen an Häusern sind mit drin im Paket, so Richter: "Instandsetzungen von Gebäuden werden mit bis zu 25 Prozent der Kosten der Gebäudehülle gefördert." Hier geht es um Dächer, rissige Fassaden, Fenster oder Trockenlegung.

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