Engelgasse soll nicht durchgängig befahrbar sein

Wohngebietsplanung abgeschlossen - Nur wenige Einwände

Lengenfeld.

Der Wunsch von einigen Einwohnern Lengenfelds, die Engelgasse im Zuge der Bebauung der großen angrenzenden Wiese mit 26 Eigenheimen als durchgängige Straße auszubauen, wird von der Stadtverwaltung nicht erfüllt. Für die Anwohner könnte die Ruhe gestört werden und damit auch ein Stück der Wohnqualität verloren gehen. Diese Begründung nannte Planer Uwe Zahn, der das Projekt während der jüngsten Stadtratssitzung mit den Räten besprach.

Die jetzt abgeschlossene Planung sieht vor, die Engelgasse nur im unteren Teil als Erschließungs- und Zufahrtsstraße zum Wohngebiet anzulegen. Der obere Teil, der in die Schulstraße mündet, soll nur als Rad- und Fußweg nutzbar sein. Im anderen Falle bestehe die Gefahr, dass sich die Engelgasse ungewollt zu einer Durchgangsstraße entwickelt. Derzeit ist die Gasse im unteren Teil einigermaßen befestigt, im oberen Teil trägt sie den Charakter eines Feldweges.

Während der Auslegung des Bebauungsplanes hatte ein Anlieger den Einwand erhoben, dass er durch die künftige Bebauung eine Beschattung seines Wohnbereiches befürchte. In den Herbst- und Wintermonaten könnte es tatsächlich zu einer teilweisen Beschattung des Grundstückes kommen, so Zahn. Es gebe jedoch höchstrichterliche Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes, die besagen, dass eine solche Beschattung keine erhebliche Beeinträchtigung darstelle. Insofern ergab sich keine Notwendigkeit, an der Gebäudehöhe, die derzeit auf 10,50 Meter begrenzt ist, etwas zu ändern.

Eine wesentliche Änderung des Planes nach erfolgter öffentlicher Auslegung ist die Verkleinerung des Gebietes nach Vorsprache der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde. Diese plant an der Engelgasse Bauvorhaben in einem noch nicht feststehenden Umfang und zu einem noch nicht bekannten Zeitpunkt. Da diese Planung noch sehr unkonkret ist, würde sie die Fortführung der Planung des Wohngebietes nur behindern, begründete Planer Zahn diese Entscheidung.

Die Stadträte beschlossen einstimmig die Satzung in ihrer vorliegenden Form.

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