Erinnerung an das Wirken der Neuberin

Straße der deutschen Sprache führt durch Reichenbach

Reichenbach.

Ein neues Schild befindet sich an der Straßenlaterne der Kirchgasse vor dem Reichenbacher Neuberin-Museum. Das Schild ist beschriftet mit: "Straße der deutschen Sprache". Es geht dabei jedoch nicht um eine Straßenumbenennung, sondern es handelt sich um ein touristisches Schild in der bekannten Form des Schriftzuges auf braunem Untergrund.

Unter dem Motto "Sprache verbindet" hat sich die Arbeitsgemeinschaft "Straße der deutschen Sprache" mit Sitz im anhaltinischen Köthen das Ziel gestellt, eine touristische Route entlang sprachgeschichtlich bedeutsamer Orte zu initiieren. Diese Aktivitäten beziehen sich auf den ersten deutschen Sprachverein, die "Fruchtbringende Gesellschaft" von 1617. Die Straße führt heute durch Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Nordbayern und bezieht sich auf die Tatsache, dass seit über 1200 Jahren Deutsch gesprochen wird. Für 100 Millionen Menschen ist Deutsch die Muttersprache. In sieben Staaten und in der Europäischen Union ist Deutsch Amtssprache. Zwölf Prozent aller weltweit veröffentlichten Bücher erscheinen auf Deutsch.

Die symbolisch gemeinte Straße führt zu Orten, in denen die deutsche Sprache maßgeblich mit geprägt wurde. Bedeutende Persönlichkeiten sind dafür der Ausdruck. Dazu zählen besonders Konrad Duden, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Martin Luther, Gotthold Ephraim Lessing. Auch die am 9. März 1697 in Reichenbach geborene Theaterreformatorin Friederike Caroline Neuber hat einst mit ihrem Theaterprojekt der deutschen Schauspielkunst Wesentliches zur Förderung der deutschen Sprache geleistet.

Die Arbeitsgemeinschaft "Straße der deutschen Sprache" hat einen Flyer veröffentlicht, der in einer Übersichtskarte die einzelnen Orte benennt. Es sind 23 an der Zahl. Zur Auswahl gehören gegenwärtig in Sachsen die Städte Grimma, Meißen, Kamenz und Reichenbach im Vogtland. Warum diese Orte für die deutsche Sprache so bedeutsam sind, wird durch Text und Bild erläutert. Für Reichenbach ist es das Neuberin-Museum mit dem Engagement der Neuberin zur deutschen Schauspielkunst. In Meißen liegen die Wurzeln der deutschen Hochsprache in Form der Meißner Kanzleisprache, die bereits Martin Luther verwandte.

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