Fast einen Container mit Müll gefüllt

Rund 50 Freiwillige haben sich am Samstag zum Müllsammeln getroffen. Die umweltbewusste Gemeinschaft hat die Natur von Unrat befreit.

Rodewisch.

Die Landschaft von der Rodewischer Innenstadt bis zur Falkensteiner Talsperre und hinauf nach Schnarrtanne ist seit Samstagnachmittag um einiges sauberer. Etwa 50 Freiwillige haben das große Gelände sieben Stunden abgegrast und einen Baucontainer fast komplett gefüllt. Start und Ziel war die Schlossinsel Rodewisch, Anlass das 10. Poetry-Festival ein paar Meter weiter am Poetenweg.

Außer alltäglichen Fundstücken wie Zigarettenschachteln, Dosen, allerhand Kleinverpackungen und Hausmüll entdeckten die Sammler von der organisierenden Poetry-Community und ihre Helfer etliche größere Brocken: Autoreifen, Teile einer Straßenbeleuchtung, Elektro- und Metallschrott. Obendrein einen Schwangerschaftstest. "Es sind auch immer viele Windeln dabei", erzählte Mitorganisator Tim Süß. Das kunterbunte Sammelsurium wird von einer Firma abgeholt. Unterstützung findet Poetry zudem in den Stadtverwaltungen in Rodewisch, Auerbach und Falkenstein.

Mit der Teilnehmerzahl zeigte sich die umweltbewusste Gemeinschaft zufrieden. "Meistens sind es bekannte Gesichter", zog Norman Reibel Bilanz. Dabei waren vom Kind bis zum 60-Jährigen. Trotzdem hoffen die Initiatoren auf wachsenden Helfer-Zuspruch. Und darauf, "dass die Leute endlich aufhören, ihren Müll in den Wald zu werfen. Es geht ganz einfach darum, unsere Umwelt zu schützen", erklärte Tim Süß. "Wir wollen vermeiden, dass sich Stoffe nach und nach zersetzen, ins Grundwasser gelangen oder von Tieren gefressen werden."

Die Müllsammelaktion ist noch einige Jahre älter als das Poetry-Festival und vom ehemaligen Kulturverein Ars Vitae ins Leben gerufen worden. "Gefühlt haben diesmal mehr Helfer gesagt, dass es weniger Müll war", so Norman Reibel. Trotzdem stimmen die jährlichen Ladungen nachdenklich. Dies könne auch mit der Restmüllbeseitigung zusammenhängen. "Man müsste Leute entlasten, die kein Geld haben, über die Pflichtentsorgung hinaus noch zu bezahlen."

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