Faszination der Wüste eingefangen

Rainer Grimm aus Neumark zeigt im Museum Burg Mylau beeindruckende Fotos aus Namibia, Israel und Jordanien. Landschaften und Porträts.

Mylau.

So spektakulär, so vielfältig können Wüsten sein. Dünen. Schroffer Fels. Pflanzen, die den Extremen trotzen. Im Museum Burg Mylau ist am Donnerstag die Sonderausstellung "Faszination Wüste" eröffnet worden. "Die Wüste ist nicht trostlos und eintönig. Sie ist ein Farbenspiel", erklärte Thomas Petzoldt vom Kulturbund Reichenbach in seiner Einführung vor zahlreichen Besuchern.

Rainer Grimm aus Neumark zeigt im Rahmen der Kleinen Galerie des Kulturbundes Reichenbach Fotoimpressionen aus den Wüsten in Namibia, Israel und Jordanien. Zu den beeindruckenden großformatigen Landschaftsaufnahmen, 43 an der Zahl, gesellen sich 20 kleinformatige Porträts, die Menschen zeigen, die an diesen unwirtlichen Orten leben.


Eine kleine Auswahl von weit über 4000 Fotos, die er zwischen 2014 und 2018 in den Wüsten vorzugsweise mit seiner Nikon D850 geschossen hat. Meist begab sich Grimm mit kleinen Reisegruppen auf Tour. "In Namibia waren wir zu acht. Mit dem Jeep legten wir 4000 Kilometer zurück. Ein fantastisches Erlebnis. Das einzige, was uns in die Quere kam, war ein gestörtes Bergzebra", schmunzelt er.

Fotos aus der Namib-Wüste dominieren denn auch die Ausstellung. Wenn zwei kleine Heißluftballons über mächtigen Dünen auftauchen, ist das schon großes Kino. Oder wenn sich Köcherbäume fächerartig in den tiefblauen Himmel recken. Eine markante Felsformation dürfte vielen aus dem Film "Lawrence von Arabien" bekannt sein: die sieben Säulen der Weisheit im Wadi Rum in Jordanien. Rainer Grimm stellt auch sein persönliches Lieblingsfoto aus: Kurz nach Sonnenaufgang in einer Dünenlandschaft entstanden, vereint es vom gleißendem Weiß der Sonne bis zum fast schwarzen Dünenschatten eine Vielzahl Ockertöne in sich.

Vier Fotos zeigen Tiere. Zwei Löwen, aus 150 Metern Entfernung mit einem 500er Teleobjektiv eingefangen. Zwei Geparaden. Zebras und Elefanten an einem Wasserloch.

Der Fotograf Rainer Grimm arbeitete seit 1982 ehrenamtlich im Redaktionskollektiv des Reichenbacher Kalenders mit, steuerte Fotos für die Vogtländischen Heimatblätter bei und wurde vor ein paar Jahren mit der Goldenen Ehrennadel des Kulturbundes geehrt.

Geöffnet ist das Museum Dienstag bis Donnerstag sowie Samstag und Sonntag jeweils 11 bis 17 Uhr.

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