Frauenchor stellt seine Proben um

Wegen der Corona-Infektionslage kommen aktuell nur 20 Sängerinnen zusammen. Hinter den Weihnachtskonzerten steht ein Fragezeichen.

Reichenbach.

Die steigende Anzahl von Covid-19-Infektionen in der Region stellt den Frauenchor Reichenbach vor neue Probleme.

Die Sängerinnen proben zwar nach der Zwangspause seit 23. Juli regelmäßig am Donnerstag im Großen Saal des Neuberinhauses, teils auch im Ratsaal. Aber ein Drittel der 52 Sängerinnen nahm daran aus Respekt vor Corona nicht teil. Mit Nico Nebe, der den erkrankten Chorleiter Wolfgang Horlbeck vertritt, ging dabei eine Umgewöhnung einher. Hinzu kommt: Durch das Singen mit Maske oder Visier und Abstand wird das Gruppensingen erschwert, weil man nur sich selbst hört. Aber anders geht es nicht bei den geltenden Hygieneregeln.

Jetzt gibt es weitere Einschnitte. Eine für den heutigen Samstag geplante Tagesprobe für die Weihnachtskonzerte am 15. Dezember in der Kirche Mylau und 17. Dezember im Neuberinhaus Reichenbach wurde kurzfristig abgesagt. "Die Weihnachtskonzerte müssen wir zum jetzigen Zeitpunkt mit einem riesigen Fragezeichen versehen", erklärte am Freitag Vereinschefin Marion Servé. Von den 23 Frauen, die am Donnerstag bei der Probe waren, wollen nur 18 in der aktuellen Coronalage weiter regelmäßig kommen. "Wir geraten an die Grenze der Gesangsfähigkeit. Von 13 Sopranen sind nur noch vier übrig", sagte sie. Nico Nebe wolle dennoch weiter mit dem Frauenchor arbeiten und die Proben umstellen: Geübt werden sollen fortan dreistimmige Stücke mit leichten Sätzen. Sopran 2 und Alt 1 werden dabei vereint. Alles Weitere bleibt abzuwarten.

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