Geheimnisvollem Tunnel und anderen Raritäten auf der Spur

Der Tag des offenen Denkmals stieß gestern auf großes Interesse. Die Gäste konnten Orte besuchen, die ihnen sonst verschlossen sind. Und das war noch nicht alles.

Reichenbach/Netzschkau/Heinsdorfergrund.

Hunderte Gäste haben gestern anlässlich des Tages des offenen Denkmals Ausstellungen und Denkmale in der Reichenbacher Region besucht. Dabei kamen sie mit den Eigentümern oder Betreuern ins Gespräch und nutzten die besonderen Programmpunkte, um länger zu verweilen. Großen Zulauf hatte zum Beispiel Michael Straub mit seinem Vogtländischen Bergwerksmuseum in Netzschkau. "Es waren viele auswärtige Gäste da, die von meinem Auftritt in Kai Pflaumes Show ,Kaum zu glauben' in der Presse gelesen oder mich im Fernsehen gesehen hatten. Die meisten konnten sich nicht vorstellen, wie so ein Bergwerk im Wohnhaus aussieht", erklärte er.

Auch die neue Ausstellung zur Schließung der Grube Pechtelsgrün vor 50 Jahren, die im früheren Ladengeschäft aufgebaut ist, stieß auf großes Interesse. Dort sind Exponate aus dem ehemaligen Bergwerk sowie ein Modell, Mineralien und Vermessungstechnik zu sehen.

Über 100 Besucher, und damit deutlich mehr als im Vorjahr, haben bis zum frühen Nachmittag den Lokschuppen der Rollbock in Unterheinsdorf aufgesucht. Die meisten stammten aus dem Vogtland sowie dem angrenzenden Zwickauer Raum oder der Greizer Region. Ein Besucher kam aus Berlin, um die Rollbock-Lok und die Ausstellung zur Geschichte der 1962 stillgelegten Bahn zu sehen.

Wie beim Bergbaumuseum standen auch am Schloss Netzschkau die Besucher schon vor der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr an der Tür. Zur Führung um 13 Uhr warteten über 50 Gäste vor dem Schloss, sodass die Gruppe durch die Helfer vom Förderverein in zwei Gruppen geteilt wurde.

Während der Führung wurden auch Fragen zu Gerüchten rund um Schloss und Mylauer Burg, wie zum Beispiel die nach einem Verbindungstunnel, gestellt. Den gibt es jedoch nicht. Nach der Führung eilten einige zum Gärtnerhaus, um die Ausstellung zu betrachten und im Kulturgarten am Fuße der Burg Kaffee zu trinken. Der warme Spätsommernachmittag war dafür wie geschaffen. Im Alten Wasserwerk Reichenbach hörten über 40 Besucher einen Vortrag zum Grünen Band von Reichenbach, der passend zum diesjährigen bundesweiten Denkmaltags-Thema "Entdecken, was verbindet" konzipiert war.

15 Denkmäler hatten sich in diesem Jahr noch einmal zur gemeinsamen Werbeaktion "Denkmaltour Vogtland" unter Federführung des Fördervereins Schloss Netzschkau zusammengefunden. Da sich niemand bereit erklärt hat, die Aktion samt Stempelgewinnspiel künftig zu übernehmen, wird es dieses Netzwerk künftig nicht mehr geben. Mehrere Veranstalter bedauern das sehr, da die zehn Auflagen für viele sehr erfolgreich waren. Allerdings waren in den vergangenen Jahren kaum neue Orte dazugekommen, was sich Stammgäste jedoch immer wieder gewünscht hatten. Die Teilnehmer an der Stempelaktion haben diesmal noch die Chance, einen der Preise zu gewinnen. Zur Verfügung stehen ein Gutschein für eine Veranstaltung in Bad Elster, ein Gutschein für eine Kräuterwanderung mit zwölf Personen oder Sachpreise.

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