Gisela hievt Weihnachtsbäume präzise über alle Klippen

Vorm Rathaus und am Postplatz in Reichenbach wurden am Dienstag zwei Bäume aufgestellt. Die Adventszeit kann kommen.

Reichenbach.

Kurz vor 10 Uhr war es am gestrigen Dienstag vollbracht. Der rund 15 Meter hohe Tannenbaum stand, fest verkeilt, in der Bodenhülse vorm Reichenbacher Rathaus. Im Gesicht von Sven Keil, seit Juli Leiter des Bereiches Öffentliche Einrichtungen der Stadtverwaltung, wich die Anspannung einem Lächeln. "Ein schöner Baum. Dicht gewachsen. Und alles hat geklappt", freute er sich.

Zu verdanken ist das auch Gisela. Diesen Namen trägt der Autokran der Firma Dach Komplett aus Neumark. Der Autokran vom Modell Demag AC 100-4L hat eine Tragfähigkeit von 100 Tonnen und kommt durch das Verlängerungssystem des Hauptauslegers auf bis zu 80 Meter Gesamtsystemlänge.

Bauhof-Mitarbeiter hatten den 18 Meter hohen Baum, nach Auskunft der Eigentümer eine Schwarzwald-Tanne, am Morgen in Mylau An der Kiesgrube im rückwärtigen Bereich eines zur Lambziger Straße gehörenden Grundstückes gefällt. Die Tanne gehörte zu den 26 Bäumen, die Privatpersonen der Stadt als Weihnachtsschmuck angeboten hatten. Der um ein paar Meter eingekürzte Baum wurde mit dem Autokran sanft auf den bei Glitzner ausgeliehenen Auflieger des Bauhof-Lkw bugsiert. Begleitet von Polizei und Feuerwehr ging es dann über den Mylauer Berg nach Netzschkau. Dabei wurde es ein paar mal knifflig, weil die Straße Engstellen hat und weil ein geparktes Auto den Weg versperrte. Der Fahrer war zum Glück schnell gefunden. Weiter ging es die Hauptstraße durch Mylau entlang, die Klinkhardtstraße hoch und über Bahnhof- und Marktstraße zum Marktplatz.

Dort nahm der Autokran unter den Augen zahlreicher Schaulustiger die Tanne erneut an den Haken. Mit viel Fingerspitzengefühl an den Hebeln steuerte Firmenchef Frank Baumgärtel den Weihnachtsbaum präzise, so dass der Stamm perfekt in die Bodenhülse flutschte. Dann wurde er noch etwas nachjustiert, damit er kerzengerade steht, und der Stamm mit Keilen fixiert. Schon am Mittag wurde die Beleuchtung von einer Hubbühne aus aufgezogen. Vorab war bereits die Pyramide vorm Rathaus aufgestellt worden. Hinzu kamen als Schmuck kleine Bäumchen aus dem Stadtwald.

Der Baum für den Postplatz, wo auch der Weihnachtsmarkt stattfinden wird, wurde aus der Unteren Lindenstraße in Reichenbach geholt. Dabei handelt es sich um eine auf rund zehn Meter gekürzte Douglasie. "Sie musste über ein Haus gehoben werden. Aber auch da ging alles gut", erklärte Sven Keil.

Auch der Ortsteil Mylau hat einen Weihnachtsbaum. Die etwa zwölf Meter hohe Fichte, die aus Friesen stammt, wurde bereits am 14. November auf dem Marktplatz aufgestellt, teilte Stadtsprecherin Heike Keßler mit. Komplettiert wird der Weihnachtsschmuck in Mylau, wo am 30. November und 1. Dezember die Burgweihnacht ansteht, mit dem Aufstellen der Pyramide.

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