Glitzner: Stadträte laden zu Podium ein

Das Standortkonzept ist jedoch bereits eher Thema eines anderen Gremiums

Reichenbach.

Die von Linke-Stadtrat Thomas Höllrich jüngst ins Spiel gebrachte Veranstaltung "Wie weiter mit Glitzner?" soll in der zweiten Augustwoche stattfinden. Dieses Ziel nennt der Reichenbacher Kommunal- und Kreispolitiker in Einladungen zu der Diskussionsrunde, die jetzt an Vertreter der kreiseigenen Müllfirma Glitzner sowie des Landkreises verschickt wurden. Wie Thomas Höllrich dazu mitteilt, wurden die Schreiben "mit der überwiegenden Mehrzahl" der Stadträte des amtierenden wie des neugewählten Stadtrates abgestimmt.

Erörtert werden sollen demnach "in Sorge um die Gesundheit der Einwohner von Reichenbach, aber auch der Umlandgemeinden" die Ursachen des Brandes am Müllstandort Schneidenbach am 5. Juni. "Welche Stoffe sind verbrannt, welche Belastungen wurden dadurch verursacht?" Damit werfe sich angesichts wiederholter Brände die wichtigere Frage auf, "welche Schlussfolgerungen aus der gehäuften Anzahl von Bränden für den Standort des Müllzwischenlagers" gezogen werden", heißt es in dem von Thomas Höllrich sowie den Stadträten Gisela Weck (BI Reichenbach-Mylau) sowie Peter Tillack (Bitex/Grüne) unterzeichneten Schreiben. Die Beantwortung der Fragen sei dringlich, da die Bürger Reichenbachs - insbesondere des Ortsteils Schneidenbach - "in großer Sorge um die Sicherheit dieser Anlage" seien.


Indes soll ein nach dem Brand im Vorjahr erarbeitetes neues Standortkonzept einer jüngsten Wortmeldung des Kreises zufolge Anfang Juli Thema in der Gesellschafterversammlung der kreiseigenen Müll-Firmen Kreisentsorgung Vogtland, Glitzner Entsorgung und Betreibergesellschaft Deponie Schneidenbach sein. In einer Mitteilung auf eine Anfrage kurz vor dem Brand am 5. Juni hin hatte es gar geheißen, das Konzept werde dabei "gegebenenfalls beschlossen". Ein Punkt dabei sei "auch der erforderliche Wiederaufbau einer Halle". Ob dieser Sachstand nach dem Juni-Brand überholt ist, bleibt abzuwarten. Bezüglich der Zukunft des Müll-Standorts hatte Landrat Rolf Keil (CDU) am Brandabend auf Anfrage gesagt, Schneidenbach komme "nur noch" für Siedlungsmüll, Papier und Grüngut in Frage. Unter Berufung auf Brandursachenermittler hatte Keil zudem gesagt, Auslöser des Feuers sei eine Selbstentzündung der dort lagernden Siedlungsabfälle gewesen.

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