Göltzschtalbrücke im Vogtland soll Welterbe werden

Die Stadt Reichenbach bringt eine Bewerbung um den begehrten Titel auf den Weg. Dafür braucht es Glück, Ausdauer und Zeit.

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99 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    0
    Malleo
    08.07.2020

    Lesemuffel
    Heute baut auch kein Ingenieur eine Maschine sondern ein Kaufmann.
    Beim Brückenbau waren drei Leute verantwortlich und gebaut haben bis zu 1500 Arbeiter.
    Unser Unternehmen hat für 4 Großbrücken der ICE Strecke München - Berlin den Stahlüberbau geliefert.
    Ich weiß, wie heute die Verhältnisse sind.....
    Teilweise waren mehr Mundwerker auf den Baustellen als Handwerker.

  • 5
    0
    Lesemuffel
    08.07.2020

    Man könnte diese gewaltige Brücke unseren heutigen Ingenieuren und Baufirmen als Orientierungserbe widmen, wenn man bedenkt, dass sie in 5 Jahren errichtet wurde. Heute schafft man in dieser Zeit nicht mal einen Radweg entlang der Chemnitz, von einem Flughafen BER ganz zu schweigen.

  • 3
    2
    klapa
    08.07.2020

    'deutsche Ingenieurskunst' - Malleo - ein toller Begriff. Da muss sich etwas zu ihren ungunsten verändert haben.

    Mir fällt da in modernerer Zeit immer der BER ein

  • 3
    1
    Tauchsieder
    08.07.2020

    Hier haben viele Recht. Leider halten die Lokalpolitiker immer noch Dornröschenschlaf. Das ganze Umfeld der Brücke befindet sich jedoch in einem jämmerlichen Zustand. Ob die Industriebrache "Ketzelmühle", oder die zugewachsenen Brücke selbst, ein trauriger Anblick.
    Schlaft weiter!

  • 8
    0
    Freigeist14
    08.07.2020

    Man muss sich mal vor Augen halten : Als die Brücke 1851 fertiggestellt wurde hieß der sächsische König noch Friedrich August II . Noch nicht einmal König Johann war an der Regierung . Eine der ältesten Eisenbahnbrücken und dabei die größte und höchste Ziegelsteinbrücke der Welt . Man entschied sich damals für die Querung des Göltschtales an der breitesten Stelle ,weil das Sächsisch - Bayrische Projekt nicht das Fürstlich-Reussische Gebiet berühren sollte , was nur wenige Meter hinter der Brücke (heute Thüringen ) beginnt . Wenn ich meine Radtouren durchs Tal führe , ist der Anblick jedesmal von Neuem imposant und kolossal . Eben Weltkulturerbe .

  • 7
    2
    Malleo
    08.07.2020

    Bubo
    ....sehr guter Hinweis.
    Ich bin auch ein Brücken Fan, denn sie verbinden!!
    Wir brauen aber viel wichtiger die gendergerechte Sprache aus Sachsens Justizministerium!
    Geistige Sklerose!!

  • 8
    0
    acals
    08.07.2020

    Gute Idee! Die Schweizer haben es bereits vorgemacht und für ihre alpenquerende Eisenbahnbrücke nahe Fisilur den Weltkulturerbetitel erhalten. Vergleichend hat die Göltzschtalbrücke noch bessere Chancen - denn sie ist deutlich älter.

  • 8
    0
    Malleo
    08.07.2020

    Sehr gut, ein Bauwerk, welches deutsche Ingenieurskunst verdeutlicht.

  • 11
    0
    BuboBubo
    08.07.2020

    Die Initiative der Stadt Reichenbach ist zu begrüßen. Bislang lässt die angemessene Würdigung eines solch einzigartigen Denkmals der sächsischen Industriearchitektur tatsächlich noch sehr viele Wünsche offen.

    Man sollte aber noch etwas weiterdenken und diese Brücke zwar als Flaggschiff, aber auch als Bestandteil eines ganzen Komplexes von bemerkenswerten Brückenbauten im Vogtland verstehen. Der umfasst neben der Göltzschtalbrücke und der Elstertalbrücke auch die Syratalbrücke, die alten Elsterbrücken in Plauen und Kürbitz, vielleicht auch die Streichhölzerbrücke, die VOMAG-Panzerbrücke, die im Wasser stehende Autobahnbrücke bei Thossfell, die Autobahnbrücke Pirk, die Weißensander Autobahnbrücke oder die Friedensbrücke in Plauen - bis hin zur Schafbrücke im Kemnitzbachtal oder der Egerschen Brücke im Göltzschtal. Alles Bauten mit großem historischem, architektur- und kunstgeschichtlichem Hintergrund.

    Es gab mal die Idee einer speziellen Brücken-Tour eines Reiseveranstalters, die leider wieder gestorben zu sein scheint, die es aber würdig wäre, vom Tourismusverband Vogtland gefördert zu werden. Dort hat man jedoch – wenn man sich die Internetseite anschaut – keinerlei Konzept für derartiges.

    Bislang scheint es nur einen Autor zu geben, der dieses Thema in seiner Bedeutung weitgehend erfasst und darüber publiziert hat: Gero Fehlhauer (Das Vogtland und seine Bogenbrücken, Sutton Erfurt 2016, ISBN 978-3-95400-256-6).