Greizer Motto: "Es ist Zeit ..."

Vom 13. bis 22. September lädt der 28. Theaterherbst zu einer Reihe von Werkstattaufführungen und Gastspielen ein. Das Eröffnungsspiel heißt "Raum der Wünsche".

Greiz.

Der Greizer Theaterherbst ist dafür bekannt, dass Jahr für Jahr Neues gewagt wird. Auch die vom 13. bis zum 22. September anstehende 28. Auflage hält es so.

Am 14. September steigt auf dem Marktplatz der Vogtlandstadt das erste Greizer Straßentheaterfest. Dabei soll von 14 bis 24 Uhr die gesamte Breite der Bühnenkunst zu erleben sein. So marschiert Blaumeiers Masken Marching Band aus Bremen auf, vereint tonneCtion, gleichfalls ein Bremer Ensemble, Poesie und Akrobatik, lässt sich die Leipziger Straßenmusiklegende Uta Pilling hören und sehen, gibt es Stegreifspiele und Punkrock. Das Publikum hat verschiedentlich Gelegenheit mitzumachen - wie etwa bei dem Projekt "Brücken bauen", das ganz wörtlich zu nehmen ist und für das reichlich Material vorhanden sein wird.


Das diesjährige Festival-Motto "Es ist Zeit ..." möchte Martin Heesch, seit 2015 künstlerischer Leiter des Theaterherbstes, als Aufruf zum Nachdenken und Aktivwerden verstanden wissen. "Wie gut ist die Zeit, in der wir leben? Das wollen wir fragen und alle Chancen nutzen, einander zuzuhören, einander zu begegnen, sich gemeinsam für etwas einzusetzen", sagt Heesch.

Das Versprechen dürften allein schon die sieben Werkstätten einlösen, in denen rund 100 Laien unter professioneller Anleitung arbeiten. Da sprechen zum Eröffnungsspiel "Raum der Wünsche" in der Alten Papierfabrik Menschen aus Greiz und Umgebung über Höhen und Tiefen ihres Lebens. Da geht die multikulturelle Schreibwerkstatt am 22. September in der Begegnungsstätte Siebenhitze der Frage nach "Was ist für mich zu Hause sein?". Die Pantomimewerkstatt beleuchtet am 17. September im Oberen Schloss auf originelle Weise das Phänomen Zeit. Weitere Werkstattprojekte sind das Kinderstück "Fette Beute", der von Jugendlichen gedrehte Film "Meine Geschichte" und eine Inszenierung frei nach einem Drama von Peter Weiss über die Revolution Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich. Die siebente Werkstatt "Kabel, Kulissen und Kostüme" widmet sich dem Bereich Ausstattung.

Außerdem werden sieben Gastspiele geboten. So kommt das belgische Agora Theater mit "Hannah Arendt auf der Bühne", Christian Fries aus Münster zeigt Georg Büchners "Lenz" und Reaktionsraum Rudolstadt hat "De Janeiro - ein Punk ertrinkt in Weißensee" im Gepäck. Der Diakonieverein Carolinenfeld steuert das inklusive Theaterprojekt "S.C.H.U.U.L.E.: Erste Lektion!" bei. Die traditionelle Greiz-Nacht steht im Zeichen der Leipziger Band "Herje Mine", deren Metier Balkan-Musik ist.

www.theaterherbst.de

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