GTO wächst in neuer Gruppe

Automobilzulieferer Galvanotechnische Oberflächen Unterheinsdorf präsentiert sich bei der Z-Messe erstmals unter dem Dach von Kap Surface Technologies - deren Chef der langjährige GTO-Chef ist.

Unterheinsdorf.

Seit mehr als einem Jahr setzt Automobilzulieferer Galvanotechnische Oberflächen GTO Unterheinsdorf seinen Wachstumskurs in einer neugegründeten mittelständischen Industriegruppe fort. Unter dem Dach der börsennotierten Kap AG ist der 200 Mitarbeiter starke Beschichter Teil der drei Firmen zählenden AG-Tochtergesellschaft Kap Surface Technologies. Die vorwiegend für die Automobilindustrie fertigenden Firmen mit einem Umsatz von 70 Millionen Euro präsentieren sich bei der Z-Messe in Leipzig erstmals der Öffentlichkeit. "Es gibt gute Kontakte zu Bestandskunden und neuen Interessenten", bewertet GTO-Firmensprecher Benjamin Blechschmidt den noch bis Freitag dauernden Messeauftritt.

Einer der Gäste am Kap-Stand auf der Zuliefermesse war Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Der Regierungschef informierte sich über den Firmenverbund und Korrosionsschutzverfahren, von denen Kap ST ein neues vorstellte: Die Direktpassivierung soll eine deutlich höhere Lebensdauer von Bauteilen erreichen, die in Elektroautos zum Einsatz kommen. Am Mittwoch wurde Kap ST - neben GTO firmieren die Metallveredlung Döbeln sowie die süddeutsche Heiche Oberflächentechnik unter dieser Marke - dafür von der Messe mit einem dritten Platz ausgezeichnet.

Überhaupt strebt die Gruppe mit ihren zehn Standorten in Deutschland (vier in Sachsen), Polen, Ungarn und den USA sowie mehr als 500 Mitarbeitern eine "kontinuierliche Preis- und Qualitätsführerschaft in der Galvanotechnik" an, wie der GTO-Sprecher erklärt. Das soll zum einen mit Investitionen in Mitarbeiter und Anlagentechnik an den Kap-Standorten erreicht werden. Zum anderen will die Gruppe über Firmenzukäufe wachsen und damit mehr Umsatz und Attraktivität für Kapitalanleger generieren.

Derzeit vereint die Kap AG Firmen, die an weltweit 29 Standorten mit etwa 3000 Mitarbeitern einen Umsatz von 420 Millionen Euro erwirtschaften. Vorsitzender Geschäftsführer von Kap ST ist Nicolai A. J. Baum. Der Unternehmer, der 2013 die Kanzlerin zur Inbetriebnahme einer neuen GTO-Anlage nach Unterheinsdorf geholt hatte, steht damit erneut einem Firmenverbund vor. Bis 2015 war der ST-Chef Generalgeschäftsführer aller im Qualitäts- und Logistikverbund Baum kooperierenden Beschichtungsfirmen (600 Mitarbeiter). Mit dem Verkauf seiner Gesellschaftsanteile an Galvanotechnik Baum Zwönitz an eine holländische Investment AG war dieser Galvanoverbund Geschichte. Nach einem folgenden Sabbatjahr führte Nicolai A. J. Baum wieder bei GTO die Geschäfte - bis zur Gründung von Kap ST.

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