Helfer hoffen auf Finanzspritze

Der Fremdenverkehrsverein Nördliches Vogtland benötigt für 2017 noch etwa 3000 Euro für seinen Info-Punkt. Unterstützung wurde angeboten.

Reichenbach.

Der Fremdenverkehrsverein Nördliches Vogtland hatte zur letzten Vorstandssitzung in diesem Jahr die Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas und den Landtagsabgeordneten Stephan Hösl (beide CDU) zu Gast: Im Mittelpunkt stand die Finanzierung der Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Helfer am Infopunkt der Göltzschtalbrücke. Die Vereinsvorsitzende Christa Trommer legte die Bemühungen des Vereins um eine Finanzierung für wenigstens sechs Monate mit vier Stunden Öffnungszeit an sechs Tagen dar. Um 2017 abzusichern, werden mindestens noch 3000 Euro benötigt.

Den Rest der notwendigen Ausgaben im kommenden Jahr will der Verein mit veränderten Mitgliedsbeiträgen und Sponsoring decken. Die Mitgliedskommunen müssen seit diesem Jahr erstmals einen Beitrag von 10 Cent pro Einwohner tragen. Außer in Limbach war die Finanzierung für dieses Jahr gesichert. Für nächstes Jahr werde es eine erneute Zitterpartie geben, denn falls eine Kommune ihren Haushalt konsolidieren muss, steht auch diese freiwillige Leistung zur Disposition. Ein kleines Polster hat sich der Verein in diesem Jahr durch Sonderführungen anlässlich des 165. Geburtstags der Göltzschtalbrücke und durch die Brückentour erarbeitet.

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Vereinsschatzmeister Christian Müller wies nun daraufhin, dass eine langfristige Finanzierung nötig sei, um Planungssicherheit zu haben. Der Verein besitze nicht den Status "gemeinnützig", deshalb könne er keine Spendenquittungen ausfüllen. Lediglich Sponsoring sei möglich. Das größte Defizit sei entstanden, weil der Tourismusverband Vogtland den ab 1998 gezahlten Rückfluss der Beitragsgelder dem Fremdenverkehrsverein nicht mehr zur Verfügung stelle, wie es ursprünglich vereinbart war. Deshalb sei der Umzug aus dem Haus der Vereine ins Neuberinhaus erfolgt. Dort gebe es jedoch ab und an Probleme mit dem Telefon, sodass vermutlich nicht alle Gespräche ankommen.

Christa Trommer begrüßte die Ankündigung von Stephan Hösl, die von Netzschkau aus gestartete Aktion zum Sichtbarmachen der Göltzschtalbrücke auf Reichenbacher Seite fortzusetzen. Mit der Forstbehörde und der Naturschutzbehörde sei Übereinstimmung erzielt worden. Für den Radweg an der Göltzsch sei ein Projekt erstellt, das jetzt die Umweltverträglichkeitsprüfung absolvieren müsse. "Wenn die Umweltverträglichkeit nicht festgestellt wird, stirbt das Projekt", so Hösl. Er schlug vor, im Frühjahr eine Aktion zu neuen Sichtachsen zur Brücke anzubieten, zu der potenzielle Sponsoren eingeladen werden sollen, darunter solche, die mit der Göltzschtalbrücke werben. Magwas versprach, sich für Sponsoring stark zu machen.

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