Hiobsbotschaft: Napoleons Brücke droht der Abrissbagger

Die Egersche Brücke sollte zum Schmuckstück eines Fuß- und Radwegs werden. Poröser Schiefer verhindert vermutlich diese Vision. Doch noch bleibt eine letzte Chance.

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33 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    1
    Conrad4
    05.11.2020

    Es ist blanker Unsinn zu behaupten, dass für einen denkmalgerechten, auf Radverkehr reduzierten Ersatzbau die Standsicherheit nicht garantiert werden könne. Ich wundere mich, dass man in Reichenbach auf dieses fadenscheinig wirkende Argument so bereitwillig eingeht, zumal die Stadt nur Nutznießer davon wäre und nichts dafür bezahlen müsste. Natürlich würde der streng nach DIN ausgeführt und mit einem zeitgemäßen Tragwerkprinzip versehen. Das macht ihn nicht nur sicher, sondern auch billiger im Vergleich zu einer quasi archäologischen Stein-auf-Stein-Rekonstruktion. Sowas verlangt ja auch niemand. Die Autobahnbrücke bei Pirk ist statisch auch nicht mehr das Tragbogenkonstrukt von 1938. Die Egerbrücke besteht auch nicht aus Alaunschiefer, wie im Gutachten behauptet, sondern ordovizischem Gestein, was zwar AUSSEN verwittert ist, aber innen sicher nicht so. Aber wo kein Wille ist, ist offenbar kein Weg. In Dresden wird man das im Vogtland eingesparte Geld schon irgendwie anders ausgeben.

  • 4
    2
    Tauchsieder
    04.11.2020

    Ein Gutachten zu einem Gutachten, traut hier der Eine dem Anderen nicht über den Weg und wer soll das alles bezahlen?
    Es kann ja wohl nicht angehen, dass das Misstrauen eines Hr. Keßler gegenüber einem Gutachten der Steuerzahler durch ein Gegengutachten bezahlen soll. Wenn soll dies auch Hr. Keßler in Auftrag geben und vor allem finanzieren. Es hätte vor allem den einen Vorteil wenn er es selbst finanzieren würde er könnte, so wie er dies dem Gutachten vorwirft, "das gewünschte Ergebnis quasi ein Stück vorgeben".

  • 8
    3
    MichaelSchneider
    04.11.2020

    Kulturgut, Denkmalschutz, Nutzen, Steuerverschwendung ? ... als es vor Kurzem um den ebenso porösen Dachstuhl der Trinitatiskirche ging, schien es als argumentierte der Oberbürgermeister mit genau den Argumenten, die er jetzt ablehnt.
    Vom reinen Nutzen her, vermute ich, gäbe es vielleicht sogar mehr Radfahrer, die sonntags über die Brücke radeln würden, als Christen beim Beten in der Trinitatiskirche. Man mag über Nutzen-, Kulturgut- und die (Schwarzbuch)Steuerabwägung denken wie man will, aber man sollte dabei zumindest die gleichen Maßstäbe ansetzen.