Kanga macht junge Mütter fit

Susan Didßun bringt den neuen Trend nach Reichenbach, Zwickau und Greiz. Bei Sport und Tanz mit dem Baby purzeln die Schwangerschaftspfunde.

Reichenbach.

Viele junge Mütter wollen nach der Schwangerschaft schnell wieder in Form kommen und fit werden. "Wer seine Pfunde loswerden und dabei Zeit mit dem Baby verbringen möchte, ist beim Kangatraining genau richtig", rührt Susan Didßun die Werbetrommel.

Die 33-Jährige ausgebildete Physiotherapeutin und Pilates-Trainerin, Mutter zweier Töchter, ist seit Dezember 2015 lizenzierte Kangatrainerin. Also solche bietet sie Kurse in Reichenbach, Zwickau und Greiz an. Der neue Sporttrend stammt aus Österreich. Die Idee hatte Nicole Pascher aus Wien, seit 20 Jahren in der Fitnessbranche tätig und Mutter von drei Kindern. Nur sechs Jahre später gibt es Kangatrainerinnen in über 25 Ländern.


Ein Känguru, aus dessen Beutel ein Junges schaut, ist das Logo der geschützten Marke Kangatraining. Das Motto lautet: Die Mama wird fit und das Baby kuschelt mit. Bei den jungen Müttern ersetzt dabei eine Tragehilfe oder ein Tagetuch den Beutel. "Übrigens: Zu 90 Prozent schlafen die Babys ein, während die Mamas schwitzen", erklärt Didßun. Das vor den Bauch geschnallte Kind steigert die Intensität des Trainings. Bei einer gesunden jungen Mutter spreche nichts dagegen. Auf Basis der ausgefüllten Fragebogen werde jedoch stets abgewogen, für wen diese Belastung nicht geeignet ist. Neben den normalen Acht-Wochen-Kursen gibt es mit Kanga-On-Wheel mit Kinderwagen und Kanga-Trail auch Outdoor-Angebote. Die AOK übernehme dabei als einzige deutsche Krankenkasse die Kosten.

Großen Wert legt Susan Didßun auf die Kräftigung der tief liegenden Bauchmuskeln und des Beckenbodens sowie auf die korrekte Körperhaltung im Alltag. Außerdem werden Ausdauer, Bauch, Beine, Po und Arme trainiert. "Die Mamas verstehen sich gut. Oft entstehen da auch Freundschaften", sagt die Trainerin.

Werbung fürs Kangatraining habe sie bei Frauenärzten und Hebammen sowie im sozialen Netzwerk Facebook gemacht. Wichtig sei auch die Mund-zu-Mund-Propagada: "Eine Mama, die teilnimmt, zieht fünf nach sich", freut sich Didßun.

In der Turnhalle Unterheinsdorf ging am Samstag der erste Familientag über die Bühne. Mit rund 40 Teilnehmern. "Die jungen Väter wollten wissen, was ihre Frauen beim Kangatraining so machen. Deshalb haben wir sie mitüben lassen", sagt die Trainerin. Das Ergebnis? "Sie hätten nicht gedacht, dass es so anstrengend ist. Und Muttis sagten mir tags darauf am Telefon: 'Mein Mann hat Muskelkater.'" Das werde man auf alle Fälle wiederholen.

www.kangatraining.de

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