Kirmesauftakt erfolgt mit Trompetenschall

Der Vogtlandbläserkreis gab sein viertes Konzert in Plohn auf einer Wiese. Der gut besuchten Veranstaltung sollen noch mehr Höhepunkte folgen.

Plohn.

Das ganze Dorf Plohn ist seit vorgestern auf Kirmes eingestellt. Zu einem musikalischen Auftakt des Kirchweihfestes trafen sich die Bewohner und ihre Gäste am Mittwochabend außerhalb des Dorfes auf einer Wiese. Die Lengenfelder Ägidiuskirche hatte ein Konzert des Vogtlandbläserkreises organisiert.

Den musikalischen Zusammenschluss von Mitgliedern aus verschiedenen Posaunenchören gibt es erst seit vorigem Jahr. Die 32 Musiker haben seither drei Konzerte gespielt, das Plohner war das vierte. Der sächsische Landesposaunenwart Siegfried Mehlhorn sagt: "Der Wunsch nach einem solchen Bläserkreis entstand unter den Musikern, die gern neben ihrem Engagement in den eigenen Kreisen auch außerhalb musizieren wollten." Er leitet den Bläserkreis und probt mit ihm einmal im Monat in Oelsnitz.

32 Musiker aus den Kirchgemeinden Lengenfeld, Pausa, Markneukirchen, Zwickau, Oelsnitz, Falkenstein, Ellefeld, Bad Elster, Plauen und Rodewisch gehören den Vogtlandbläsern an. Ihr derzeitiges Programm befasst sich mit dem biblischen Bläserauftrag. Was es damit auf sich hat, erklärt Siegfried Mehlhorn. Die entsprechende Bibelstelle findet sich im Buch Mose. Dort stehe geschrieben, dass die Bläser vier Aufgaben haben: "Die Gemeinde rufen, sie während der Versammlung musikalisch begleiten, der Gemeinde in der Not beistehen oder sie zu fröhlichen Anlässen begleiten", so der Posaunenwart. Entsprechende Stücke fanden sich im Programmheft. Die Auswahl für das rund 70-minütige Konzert reichte von Wolfgang Amadeus Mozart über Johann Sebastian Bach bis hin zum kleinen grünen Kaktus in einem Arrangement von Bert Reisfeld und Albrecht Marcuse. Letzterer Titel gehört der Rubrik "Ausgelassenheit" an.

Schon vor ein paar Jahren hatten sich die Plohner einmal zum Kirmesauftakt auf dieser Wiese zu einem Konzert versammelt. "Damals mit dem Lengenfelder Posaunenchor", erinnert sich Ortsvorsteher Werner Nierbauer noch gut an diese Freiluftveranstaltung. Eigentlich habe man von der Wiese aus einen schönen Blick auf das Dorf und die Kirche. "Doch inzwischen sind die Bäume hochgewachsen, so dass die Kirche kaum noch zu sehen ist", sagt der Ortsvorsteher. Pfarrer Jörg-Martin Spitzner gefiel das Konzert: "Ich freue mich, dass wir einmal nicht in der Kirche sind, sondern unter freiem Himmel."

Heute wird auch der weltliche Teil der Kirmes auf dem Festgelände in der Kleingartenanlage eröffnet mit dem Aufziehen des Kirmeskranzes, Tanzmusik und Salutschüssen. Familiennachmittag, Nagelmeisterschaften und Musik im Festzelt folgen morgen und Sonntag. Der Eintritt ist stets frei.

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