Kleiner Lord ganz groß

Die Premiere des Weihnachtsstückes des Neuberin-Ensembles in Reichenbach war ein voller Erfolg. Nicht nur Laien-Darsteller hatten ihren großen Auftritt.

Reichenbach.

Bei der Premiere des Weihnachtsstückes "Der kleine Lord" hat am Sonntagnachmittag im Neuberinhaus alles geklappt. Zur Generalprobe hatte es noch ein wenig geholpert. Das Neuberin-Ensemble lief am Premierentag zur Höchstform auf: Die Möglichkeiten der Bühne im Neuberinhaus wurden ausgenutzt. Schauspieler, Musiker und Techniker gaben ihr Bestes. Das Publikum ging mit und erhob sich zum Schluss zu Ovationen.

Mehr als 300 Besucher erlebten die zu Herzen gehende Geschichte um Cedric (Felix Burghardt) und seinen englischen Großvater (Dirk Husse), die von einem Happy End gekrönt ist. Der kleine Lord, in Amerika aufgewachsen und eigentlich vom Großvater verstoßen, schaffte es dabei, das hart gewordene Herz des in England lebenden Earl of Dorincourt zu erweichen und ihn für sich und seine unkonventionelle Denkweise zu gewinnen.

Zur musikalischen Umrahmung hatte Musikschulleiter Andreas Häfer ein siebenköpfiges Ensemble mit Klavier, Bass, zwei Celli, einer Violine und zwei Flöten formiert. Die Nachwuchsmusiker spielten Stücke von Gershwin, Elgar und einen Teil der amerikanischen Nationalhymne. Häfer: "Die Stücke an sich sind nicht so schwer. Schwierig war es, das Zusammenspiel zu proben." Cedrics Abschied von Amerika wurde mit einer traurigen Version von "Summertime" unterlegt. Für den gemeinsamen Abschlussgesang "Auld Lang Syne" war es gut, dass unter den Darstellern mit Minona Löscher (Piper) und Lilou Burkhardt (Mutter des falschen Enkels) auch Musikschülerinnen waren, die Erfahrung mit Gesang haben. Die Zuschauer konnten einstimmen.

Nach der Aufführung folgte die Premierenfeier, bei der es noch einmal viel Lob für alle Mitwirkenden gab. Dirk Husse vom Ensemble bedankte sich bei Regisseur Christian Hanisch und Regieassistent Jakob Seidel mit jeweils einem Präsent. Hanisch inszenierte zum dritten Mal das Weihnachtsstück in Reichenbach. Er sagte: "Es ist jedes Jahr anders, denn die Spieler sind ja auch immer anders. Heute hatten alle Spaß, und es hat alles funktioniert."

Husse hatte zuvor über die Selbstzweifel bei den Mitwirkenden gesprochen, die zeitweise dachten, dass das nie etwas wird. Aber wie so oft wird es dann besonders gut. Hauptdarsteller Felix Burghardt äußerte, dass er gern mal einen Erwachsenen spielen würden. Gerade ihm sind jedoch die Kinderrollen wie auf den Leib geschneidert, fanden mehrere Besucher. Jetzt sind die Darsteller gespannt, wie das Stück bei den Kindern ankommt. "Für ganz kleine Kinder ist es vielleicht nichts, aber die größeren begreifen die Geschichte schon", meint der Regisseur. Der Film ist ab sechs Jahren freigegeben. Für das Buch wird je nach Ausgabe und Hersteller ein Alter von sieben bis zehn Jahren empfohlen.

Weitere Aufführungen: am 13. Dezember, 19 Uhr, und am 14. Dezember, 15 Uhr. Für die Zusatzveranstaltung am 11. Dezember, 11.30 Uhr, gibt es noch Eintrittskarten. Tickets für 9,50 Euro, ermäßigt 6 Euro (Kinder, Schüler, Studenten) sind im Neuberinhaus in Reichenbach, Weinholdstraße 7, Telefon 03765 12188, erhältlich.

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