Lektüregeschädigt

Die Tochter fuhr jetzt zur großen Schwester nach Dresden, um dort die letzten Ferientage zu verbringen. Es ist die erste längere Bahnreise, die das Kind allein unternimmt. Im Gepäck befinden sich Wasserflasche, Flip-Flops, Oberteile mit Spaghettiträgern, kurze Hosen. Der Rucksack könnte so leicht sein, wäre da nicht das fette Buch. Der Roman hat an die 1000 Seiten und wiegt schwer. Bald aber hat sich die Leseratte durchgeackert. Ihre Sorge: "Nicht dass mir jemand was klaut, auch nicht das Buch!" Meine beruhigenden Worte werden quittiert mit: "Bei 'Emil und die Detektive' war es genauso." Das Kind liest eindeutig zu viel. (sasch)

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