Lengenfeld fördert betreutes Wohnen mit Viertelmillion Euro

Um eine halbe Million Euro steigen die Kosten für den Bau eines Wohnhauses für Senioren. Der Bauherr, die Volkssolidarität, kann das allein nicht zahlen.

Lengenfeld.

Der Bau des zweiten Objektes "Betreutes Wohnen" in Lengenfeld an der Hauptstraße 16, neben der schon fertiggestellten Nummer 14, kostet die Volkssolidarität Reichenbach nicht - wie ursprünglich geplant - 1,6 Millionen Euro, sondern 2,3 Millionen Euro. Mit diesen Zahlen trat Geschäftsführer Olaf Schwarzenberger vor die Stadträte, denn der zusätzliche Finanzbedarf soll auch aus dem Stadtsäckel gedeckt werden.

Für den Bau hat die Volkssolidarität Fördermittel über das Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" beantragt und bewilligt bekommen. Die Bezuschussung lag ursprünglich bei knapp 807.000 Euro. 161.300 Euro von dieser Summe sollte die Stadt zur Verfügung stellen. Da sich nun aber die Baukosten um eine halbe Million Euro erhöhen und die Volkssolidarität eine Nachförderung bewilligt bekam, erhöht sich der städtische Anteil um 92.300 Euro auf 253.700 Euro.

Mit den Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm erhält die Volkssolidarität demzufolge eine Gesamtförderung von etwa 1,2 Millionen Euro. Mit diesen Zuschüssen sollen die Mieten auf einem erträglichen Niveau gehalten werden, erklärt Schwarzenberger. Eine Erhöhung der Miete von 6,85 Euro auf 7,50 Euro pro Quadratmeter sei trotzdem unumgänglich, da auch die Volkssolidarität einen Teil dazu beitragen müsse, die erhöhten Kosten aufzubringen. Außerdem habe die Volkssolidarität weitere Kredite aufgenommen, erklärte Schwarzenberger. Ohne die Fördermittel würde die Miete für die Wohnungen bei 12 bis 13 Euro pro Quadratmeter liegen, so Schwarzenberger weiter. Mit der Verwendung der Fördermittel verpflichte sich die Volkssolidarität zugleich, die Mieten zehn Jahre lang konstant zu halten.

Vor allem die Baukosten in den Bauhauptgewerken seien drastisch gestiegen. "Bei den Rohbau- und Putzarbeiten hatten wir nur wenige Bieter. Diese haben mit Verzögerung begonnen und das bei immens gestiegenen Kosten", beschreibt der Geschäftsführer die Probleme. Die Kosten für den gemeinsamen Fahrstuhl der beiden Häuser werden durch den verspäteten Einbau auch erst jetzt fällig. Ein höherer Aufwand bei der Sicherung des Baugrundes ließ die Kosten ebenfalls steigen. Eine nicht geplante Stützwand war notwendig.

Bei der Kalkulation habe die Volkssolidarität die Kosten für den Bau der Hauptstraße 14 zugrunde gelegt. Eine Prüfung durch einen Fachmann habe zudem ergeben, dass keine Ausschreibungsfehler vorliegen. Mit einer Gegenstimme gaben die Stadträte grünes Licht für die Freigabe der Mittel. Diese muss das Kommunalparlament nächstes Jahr allerdings noch in den Haushalt einstellen.

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