Lengenfelder Kegler nehmen ihre neue Anlage in Betrieb

Drei Jahre Anlauf waren notwendig, bevor der Umbau beginnen konnte. Dann ging alles ganz schnell.

Lengenfeld.

Die Kegler, die dem VfB Lengenfeld angehören, sind am Ziel ihrer Wünsche: Auf der neuen Kegelbahn sind ab sofort Training, Wettkämpfe und eine private Nutzung möglich.

Gefeiert haben die Sportler mit Mitarbeitern der am Bau der neuen Anlage beteiligten Firmen, Institutionen, Sponsoren, Behördenmitarbeiter und freiwillige Helfer. Dem Bau und der Einweihung der bundesligatauglichen Anlage mit vier Bahnen ging ein zähes Ringen um Fördergeld voraus. Im zielstrebigen Zusammenspiel aller Beteiligten, angefangen bei den Sportlern selbst, über die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, dem Landessportbund bis hin zum Landkreis und der Sächsischen Aufbaubank war es möglich geworden, dass im dritten Jahr nach der Beantragung der Förderung die insgesamt benötige Summe von rund 100.000 Euro zur Verfügung stand. Jürgen Frank, der Vorsitzende des Sportvereins und Mitglied im Stadtrat (BIL) ließ die letzten Monate noch einmal Revue passieren. "Durch Corona war der Sport ab März sowieso nicht mehr möglich, dafür ging das Bauen sofort los." Er berichtete von den vielen Reparaturen, die sich zuletzt auf der alten Bahn gehäuft hatten und den Verein zwischen 2000 und 3000 Euro jährlich kosteten. Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) bezeichnete die neue Kegelbahn als Schmuckstück. Nicht nur das Wandbild mit Lengenfelder Motiven kam gut beim Stadtchef an, sondern auch die gesamte Gestaltung mit rot-grauem Farbkonzept und blendfreier Beleuchtung.

Für Jürgen Frank ist Kegeln auf dem hohem Niveau die Konsequenz aus der Neugestaltung des gesamten Sportstadions, das nach Hochwasserschäden im Jahr 2013 für rund drei Millionen Euro wie Phönix aus der Asche neu erstand. Frank weiß: Den Keglern fehlt mit ihrer Sportart ein wenig die Lobby. Bei den Fördergeldgebern werden Kegler längst nicht so ernst genommen, wie andere Sportarten. Doch auch dabei gebe es ein differenziertes Bild, berichtete Werner Kießling, der Landessportwart Kegeln. Lengenfeld sei ein gutes Beispiel für gelungene Sportförderung, die auch Nachwuchs anlocke. Oft seien es gerade die ländlichen Regionen, die Geld in neue Kegelbahnen investieren, weniger die großen Städte.

Hartmut Grüllich, Abteilungsleiter der Kegler, erinnerte an die Anfänge der Lengenfelder Kegelbahn. Damals in den 1960er-Jahren hatten die Sportler die Fundamente mit der Hand ausgeschachtet. Einer, der das noch mit erlebt hat, ist Gottfried Neef, heute 84 Jahre und immer noch Vereinsmitglied. 60 Jahre lang hat er in Lengenfeld gekegelt, jetzt aber altershalber aufgehört. Auch ihn hatten die Organisatoren zur kleinen Feier eingeladen.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.