Maisanbau: Alle acht Minuten eine Dünger-Fahrt

Agrargenossenschaft antwortet auf Kritik von Anwohnern in Cunsdorf

Reichenbach.

Massive Kritik haben Anwohner der Kneippstraße in Cunsdorf an massiven Transporten durch die Agrargenossenschaft Reichenbach im April geübt. "Alle paar Minuten fährt ein Güllewagen durch. Das ganze Haus wackelt", konstatierten sie und fragten: "Wohin wird denn die viele Gülle gebracht?"

"Nach vier Jahren bauen wir wieder Silomais in Brunn an. Dieser braucht organischen Dünger in großen Mengen", erklärte Lars Bittermann, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Reichenbach, erklärte dazu auf Anfrage. Es handele sich dabei übrigens nicht um Gülle, sondern um den Gärrest aus der Biogasanlage Rotschau. Rund 40 Kubikmeter Gärrest werden pro Hektar ausgebracht. Bei 1200 Hektar mache das 4800 Kubikmeter. Ein Fahrzeug könne 20 Kubikmeter laden. Mithin seien 240 Ladungen, verteilt auf sechs Tage, nötig. Da bedeute etwa 40 Ladungen pro Tag und mithin 80 Fahrten hin und zurück innerhalb von elf Stunden. Das ergibt alle acht Minuten eine Fahrt. "Es handelt sich also um eine seltene, aber konzentrierte Belastung. Problem ist der extrem schlechte Straßenzustand in Cunsdorf", urteilt Bittermann.


Die überfällige Deckenerneuerung der Kneippstraße hat der Vogtlandkreis auf 2019/20 verschoben,

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