Mehr Besucher auf Irfersgrüner Kleintiermarkt

Die Vereine stimmen ihre Ausstellungstermine miteinander ab. Das sorgt nicht nur für steigende Gästezahlen.

Irfersgrün.

So viele neugierige Besucher wie am Sonntag hat der Kleintiermarkt in Irfersgrün in den zurückliegenden Jahren selten gesehen. Knapp 100 Frauen und Männer, wobei die Männer in der Überzahl waren, wollten entweder Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Tauben, Enten und Puten kaufen oder verkaufen.

Viele Gäste wollten sich auch den gleichzeitig angebotenen Frühschoppen mit einem Plausch unter Gleichgesinnten nicht entgehen lassen. Der amtierenden Vorsitzende des Vereins der Kleintierzüchter, Mike Kapeller, freute sich über die vielen Besucher. Er sagte: "Unser Kleintiermarkt hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Es kommen immer mehr Leute."

Der wachsende Besucherzuspruch habe auch etwas mit der jetzt besseren Organisation der Kleintiermärkte im Vogtland zu tun. Drei Vereine organisieren solche Märkte. Seit diesem Jahr aber nicht mehr zeitgleich, sondern nacheinander und mit Absprache. Der Irfersgrüner Vorsitzende: "Das hat den Vorteil, dass die anderen Veranstalter auch zu uns kommen und wir zu den anderen fahren können." Die Irfersgrüner sind dieses Jahr die letzten Aussteller im Marktreigen. Noch ein Termin, am 8. März in Irfersgrün, sei vorgesehen, so der Vorsitzende.

Das schwerste und größte Tier brachte am Sonntag Wolfgang Singer aus Waldkirchen mit, eine männliche Cröllwitzer Pute, für die er aber keinen Abnehmer fand. Der Züchter: "Auf den anderen Märkten habe ich ganz gut verkauft. Das ist also nicht weiter schlimm." Der Sechs-Kilogramm-Hahn wird im Hause Singer wohl in die Pfanne müssen, denn seine Zuchttiere hat der Züchter bereits zusammengestellt. "Ein Hahn und vier Hennen", berichtet der Waldkirchener.

Singers Cröllwitzer Puten, deren Bestand laut Feststellungen der Gesellschaft zur Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen (GEH) als gefährdet gilt, legen jedes Jahr zwischen 15 und 20 Eier pro Henne. "Jede Henne brütet ihre Eier zuverlässig aus. Auch die Befruchtung und der Schlupf sind meist sehr gut. Es ist nichts Ungewöhnliches, dass aus jedem Ei nach 28 Tagen ein Küken schlüpft", berichtete der Züchter über die Zuverlässigkeit seiner Hennen, die mit rund drei Kilogramm Körpergewicht nur halb so viel wiegen wie die Hähne.


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