Museumsumbau startet nächstes Jahr in Lengenfeld

Erst sollte das alte Feuerwehrdepot verkauft werden. Doch der Interessent schreckte vor den Denkmalschutz-Auflagen zurück. Der Förderverein des Feuerwehrmuseums will nun das Haus nutzen.

Lengenfeld.

Die Mitglieder des städtischen Technischen Ausschusses in Lengenfeld stimmten in ihrer jüngsten Sitzung einem Vorhaben zu, das sie als Stadträte einst selbst auf den Weg gebracht hatten: Es ging dabei um die neue Nutzung des alten Feuerwehrdepots. Es soll zu einem Museum umgebaut werden.

Da es sich um ein genehmigungspflichtiges Vorhaben handele, so erklärte Madeleine Vogel vom städtischen Bauamt, müsse man alle Verfahrensschritte abarbeiten und eben als Ausschuss dem Bauantrag der Stadt, der die Umnutzung beinhaltet, zustimmen.

Die Bauamtsmitarbeiterin erklärte bei dieser Gelegenheit alle wesentlichen Veränderungen, die am Gebäude geplant sind: Das erste Geschoss erhält von der Gartenseite her eine Rampe. Diese dient als behindertengerechter Zugang und gleichzeitig als Fluchtweg. Außerdem erfolgt der Umbau des Depots zu Ausstellungsräumen barrierefrei. Der Zugang ist künftig von der Friedensstraße aus geplant. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, wird die Fassade auch originalgetreu saniert.

Zurzeit wartet die Stadtverwaltung auf die Baugenehmigung. Bauamtsleiter Dirk Brandt: "Wenn keine Nachforderungen von Seiten der Baubehörde des Landratsamtes kommen, können wir gegen Ende November mit der Baugenehmigung rechnen." Danach folge die Ausschreibung der Bauleistungen. "Im günstigsten Fall beginnen wir im Februar 2017 mit den Bauarbeiten", so Brandt.

Einmal abgesehen von den Fassadenarbeiten, seien Minusgrade kein Hindernis, für den Baufortschritt, denn ein großer Teil der Arbeiten spiele sich im Inneren des Hauses ab. Unter anderem gehören neue Fenster, neue Türen, ein neues Dach und neue Fensterläden zum Bauumfang.

Laut der derzeitigen Kostenschätzung braucht die Stadtverwaltung für die Sanierung rund eine halbe Million Euro. Über das Programm städtebaulicher Denkmalschutz kann die Stadt 80 Prozent, also 400.000 Euro, als Fördergeld erhalten. Brandt geht von einem halben Jahr Bauzeit aus.

In der im unteren Geschoss befindlichen Fahrzeughalle können die Besucher auch künftig Oldtimer bestaunen. Ausstellungsräume und ein Museumscafé für die Besucher entstehen in der ersten Etage. Im Obergeschoss befinden sich künftig das Archiv und ein Lager. Das neue Museum bekommt eine Gasheizung. "Auf Zimmertemperatur werden aber nur die Aufenthaltsräume erwärmt. Für die Ausstellungsräume reichen 13 bis 15 Grad", so Brandt.

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